5 Tipps: So beugen Allergiker am besten vor

Das milde Wetter macht vor allem den Allergikern zu schaffen. Wir verraten Ihnen, was jetzt angeflogen kommt und wie Sie sich wehren können.

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Rund eine Million Österreicher leiden unter einer Allergie Foto: LittleBee80/iStock/Getty Images Plus/Getty Images

Rund eine Million ÖsterreicherInnen können das Aufblühen der Natur im Frühjahr und damit die schönste Zeit des Jahres nicht in vollen Zügen genießen, weil ihnen Nies­attacken, rinnende Augen, verstopfte Nasen und Atemwegserkrankungen das Leben zur Hölle machen. Aufgrund der milden Temperaturen haben die Pollen die Betroffenen heuer besonders früh und besonders fest im Griff: Schon im Jänner wurden österreichweit extreme Konzentrationen von Hasel- und Erlenpollen gemessen. Die Zahl der blühbereiten Birken, Eschen, Eiben- und Zypressengewächsen steigt von Tag zu Tag und verstärkt damit auch die Heuschnupfenbeschwerden.

Allergiker

Bisher wurde angenommen, dass man nur im Kinder- und Jugendalter zum Aller­giker ­werden kann. Inzwischen haben Studien bewiesen, dass auch Erwachsene bzw. ältere Menschen plötzlich Überempfindlichkeiten entwickeln können. Dabei sind Birkenpollen im Frühling, Gräserpollen ab Mai und Ragweed im Herbst die häufigsten Auslöser.

Risiko

Nach wie vor bagatellisieren viele Betroffene die Symptome als harmlosen Schnupfen. Eine Pollenallergie ist aber ein chronischer Entzündungsprozess, der unbehandelt sogar zu einem lebensgefährlichen Asthma führen kann. "Versäumt man eine frühzeitige und adäquate Behandlung, so folgt durch die ständige Belastung häufig ein 'Etagenwechsel' zu Entzündungen der tiefer gelegenen Atemwege", heißt es aus der Österreichischen Apothekerkammer.

Therapien

Eines vorweg: Der Klimawandel macht eine genaue Vorhersage, wann, wo und wie viele Pollen unterwegs sein könnten, immer schwieriger. Die Saison startet immer früher und dauert immer länger – Verschnaufpausen gibt es also kaum. Wichtig ist aber, präventiv den Beschwerden entgegenzuwirken. Dazu sollte auf jeden Fall ein Allergietest durchgeführt werden, um genau abzuklären, welche Blüten Schwierigkeiten bereiten. Antihistaminika in Form von Tabletten, Nasensprays oder Augentropfen helfen bei Juckreiz, Niesen und Naselaufen. Sind die Beschwerden schwerwiegender, bringen Cortisonsprays oder -tabletten Linderung. Mit einer Hyposensibilisierung oder Allergen-Immuntherapie packt man das Übel an der Wurzel, indem man das Immunsystem über einen längeren Zeitraum mittels Spritzen oder Tabletten an die Allergene gewöhnt und so die Beschwerden reduziert.

5 Tipps zur Vorbeugung

  1. Halten Sie sich an sonnigen, windigen Tagen so wenig wie möglich draußen auf. Wenn Sie auf Ihre tägliche Spazierrunde nicht verzichten möchten, so verlegen Sie diese am besten in einen Laubwald – die Blätter filtern die Pollen nämlich. Wiesen und Getreidefelder meiden!
  2. Tragen Sie Sonnenbrillen – idealerweise mit Seitenschutz. Sie fangen einen großen Teil des fliegenden Blütenstaubes ab und verhindern so die Reizung der Augen.
  3. Verzichten Sie an Tagen mit hohen Pollenbelastungen auf Sport. In den Städten ist die Belastung übrigens abends und am Land morgens am stärksten.
  4. Weil Pollen an Körper und Kleidung kleben bleiben, sind tägliches Duschen und Haarewaschen ratsam. Kleidung nicht im Schlafzimmer ausziehen oder dort lagern.
  5. Mehr hilfreiche Tipps finden Sie unter www.apothekerkammer.at und www.pollenwarndienst.at