9 tolle Dinge, die beim Kaffeetrinken passieren!

Cappuccino, Espresso, Verlängerter, Latte macchiato – das absolute Lieblingsgetränk der Österreicher ist so wandelbar wie kaum ein anderes. Und überzeugt zudem mit jeder Menge positiver Eigenschaften.

Frau Kaffee
Besser als sein Ruf: Kaffee Foto: Poike/iStock/Thinkstock

Schwarzes Gold, Muntermacher, Wunderbohne – der Kaffee hat viele Namen und noch mehr Fans in der Alpenrepublik: 92 ­Prozent der Österreicher sind Kaffeetrinker, drei Viertel davon gönnen sich täglich eine oder mehrere Tassen. 143,37 Tonnen Kaffeebohnen wurden im Vorjahr geerntet und verarbeitet – vorwiegend in Brasilien, Vietnam und Kolumbien. Nach Erdöl gilt das Kultgetränk übrigens als das zweitwichtigste Gut mit einem Handelswert von 20 ­Milliarden Dollar. Um das schwarze Heißgetränk ranken sich allerdings auch jede Menge unappetitlicher Gerüchte, mit denen Forscher aufräumen wollen: Kaffee ist nämlich viel gesünder als sein Ruf!

1. Dehydration

Ja, Kaffee ist kein Durstlöscher. Aber: Nein, er dehydriert den Körper nicht. Laut Experten ist es völlig egal, ob man ein Glas Wasser oder eine Tasse Kaffee trinkt – auf den Wasserhaushalt im Körper hat das keinen Einfluss. Kaffee stimuliert lediglich die Nierenfunktion, weshalb man nach dem Genuss einer Tasse des Muntermachers schneller den Druck auf der Blase spürt. Es wird jedoch nicht mehr Wasser ausgeschieden.

2. Elektrolyt-Killer

Vor dem Training ist Kaffeetrinken verboten, weil er den Elektrolythaushalt stört? So ein Quatsch, sagen Forscher. Gerade für Sportler eignet sich Kaffee als Motivationsschub, denn das Koffein blockiert den Botenstoff Adenosin, der uns müde macht. Stattdessen schüttet der Körper mehr Adrenalin und Dopamin aus. Die Konzentra­tion wird erhöht. Eine skandinavische Studie zeigt, dass die sportliche Leistungsfähigkeit nach einer Tasse Kaffee um bis zu elf Prozent gesteigert wird. Ausdauer und Feinmotorik profitieren ebenfalls.

3. Milch-Märchen

Das weiße Gold macht das schwarze Gold schwer verdaulich. Das stimmt – zum Teil. Wer es wie unsere süd­lichen Nachbarn aus bella Italia macht und Milch in den Vormittagskaffee schüttet und dafür am Nachmittag darauf verzichtet, wird mit der Verdauung keine Prob­leme haben.

4. Zucker-Kampf

Weltweit leiden etwa 55 Millionen Menschen am sogenannten Altersdiabetes, der hauptsächlich mit einem ungesunden Lebensstil mit viel Fett und Zucker zusammenhängt. Zahlreiche Studien belegen, dass Kaffee einen positiven Einfluss auf die Glukose-Toleranz und den Blutzuckerspiegel hat. Das Koffein regt zudem jene Zellen an, die für die Insulinproduktion verantwortlich sind. Wer drei bis vier Tassen Kaffee am Tag ­genießt, senkt sein Diabetes-Risiko um bis zu 25 Prozent.

5. Blutdruck

Zwar erhöht Kaffeekonsum im ersten Moment den Blutdruck, langfristig wirkt sich aber eine Tasse pro Tag blutdrucksenkend aus und verringert so das Risiko eines Herzinfarkts oder Hirnschlags.

6. Gedächtnis-Stütze

Das Koffein sorgt für ­einen Energieschub, macht wach und steigert die Konzentration. Es verbessert auch die Speicherfähigkeit des Gehirns, weshalb der Kof­fein-Kick vor allem vor Prüfungen empfohlen wird. Laut epidemiologischer Studien verringert Kaffee das Alzheimer-Risiko und hemmt das ­alterungsbedingte Nachlassen der kognitiven Fähigkeiten. Bis zu fünf Tassen täglich senken finnisch-schwedischen Untersuchungen zufolge das Demenz-Risiko um zwei Drittel.

7. Gute Stimmung

Forschern der amerikanischen Harvard Universität ist es ­gelungen, nachzuweisen, dass der Muntermacher das Depressions-Risiko (bei Frauen) um 20 Prozent verringert.

8. Kopfsache

Wer häufig an Kopfweh oder Migräne leidet, sollte versuchen, die Schmerzen mit Kaffee zu kurieren. Denn immerhin enthaltem immer mehr Kopfschmerztabletten auch Koffein.

9. Gute Gene

Deutsche ­Lebensmittelchemiker bestätigen, dass Kaffeekonsum die Erbinformation der DNA vor Schäden schützt, die durch Umwelteinflüsse wie UV-Licht entstehen können. Jahrelange Untersuchungen haben außerdem gezeigt, dass Menschen, die vier Tassen Kaffee am Tag trinken, das Risiko an Hautkrebs zu erkranken um 20 Prozent senken. Das Heißgetränk soll weiters gegen Leber-, Darm-, Rachen- und Prostatakrebs sowie Gehirntumore schützen.

Die Kaffee-Favoriten

Die Österreicher lieben nach wie vor den Kaffee auf Knopfdruck – in knapp 30 Prozent der kaffeetrinkenden Haushalte steht eine Kapselmaschine, einen Vollautomaten verwenden rund 26 Prozent. Die beliebtesten Sorten sind Cappuccino, Verlängerter und Espresso. Heiß begehrt bei Frauen ist übrigens der Latte macchiato.