Aus diesen Gründen heiraten Frauen den Falschen

Umfragen zufolge heiratet jede dritte Frau einen Mann, den sie im Grunde gar nicht liebt. Aber warum eigentlich? Psychologen haben für dieses Phänomen aufschlussreiche Erklärungen gefunden und erklären, warum es sich lohnt, zu warten.

Braut versteckt sich hinter ihrem Strauß - Cover
Hören die Zweifel nicht auf? Dann lohnt es sich auf sein Herz zu hören Foto: George Mayer/iStock/Thinkstock

Schon in dem Moment, als sie zum Traualtar schritt, wusste sie, dass sie dabei war, den größten Fehler ihres Lebens zu begehen. Aber ausgerechnet jetzt aussteigen und die Wahrheit sagen, wenn Dutzende erwartungsvolle Augenpaare auf einen gerichtet sind? Von den Vorbereitungen und Kosten für die Feierlichkeit ganz zu schweigen. Dazu die Enttäuschung der Familien. Nein, besser nicht ...

Was sich wie die Zeilen aus einem Roman liest, ist für viele Frauen Realität. Konkret jede Dritte, glaubt man Studien und Umfragen. Wie es dazu kommt? Hier die häufigsten Gründe:

1. Panik

Die 30er-Schwelle ist genommen und nach und nach lichtet sich der Kreis derer, die noch unverheiratet und kinderlos sind. Für manche Frauen eine wahre Stresssituation, vor allem, wenn kein potenzieller Kandidat am Horizont zu sehen ist, mit dem man Hand in Hand durchs Leben gehen könnte. Dauert dieser Zustand an, wird als erstes an ihnen geschraubt - den Ansprüchen und Erwartungen. Plötzlich kommen Fragen wie: Muss es denn immer Liebe sein? Reicht es nicht einfach, wenn er zuverlässig, kinderlieb, familienfreundlich und gutmütig ist ... Statt zu warten greifen manche in der Verzweiflung zu Plan B.

2. Kinderwunsch

Auch, wenn frau theoretisch auch mit 40 und darüber Kinder gebären kann, haben viele in den 30er-Jahren das Gefühl, ihnen läuft die Zeit davon. "Vielleicht ist das meine letzte Chance, ein Kind zu bekommen" - eine populäre Redensart, die man immer wieder hört. Eine Entscheidung, die einem zwar den Weg zum ersehnten Kind ebnet, aber nicht immer eine erfüllende Partnerschaft beschert.

Nachdenkliche Braut
Laut Studien heiratet jede dritte Frau den Falschen Foto: YekoPhotoStudio/iStock/Thinkstock

3. Erwartungsdruck

"Ist sie denn noch immer nicht verheiratet?" - Eine Frage, die für unfreiwillige Single-Frauen meist noch ein weiterer Stich ins Herz ist. Für viele steckt hinter dem Status "verheiratet" immer noch die Vermutung, dass alles in Ordnung ist und mit einem alles stimmt. Da steigt die Versuchung, sich übereilt zu binden, selbst wenn man damit nicht glücklich wird.

4. Angst vorm Alleinsein

Zugegeben - Abend für Abend allein vor dem Fernseher zu verbringen, während alle Freundinnen von ihren Männern und Kindern erzählen, verlockt zu der Annahme, wie viel leichter, schöner und erträglicher alles wäre, wenn man nur in einer festen Beziehung wäre.

5. Überhöhung der Ehe

Bildet man sich das nur ein, dass Ehefrauen respektvoller als alleinstehende Frauen behandelt werden, nur weil sie einen Mann an ihrer Seite und hinter sich haben? Ganz abwegig scheint der Gedanke nicht. Vor allem, wenn man die Erfahrung gemacht hat, dass Gebundene ihren Beziehungsstatus gegen einen ausspielen (Erinnern Sie sich, wie wacker sich Bridget Jones als einziger Single am Tisch mit lauter Paaren schlägt?). Da könnte man schon auf den Gedanken kommen, dass eine Ehe nur Vorteile hat und neigt dazu, die Herausforderungen zu übersehen, denen sich Langzeit-Paare gegenüber sehen.

Braut wirft den Brautstrauß
Wenn der Ehemann nicht der Richtige ist - ein Tabu Foto: AID/a.collectionRF/Thinkstock

6. Wunsch nach Absicherung

Sein Leben allein zu bestreiten wird auch ohne überzogene Ansprüche schnell zum Kraftakt. Wenn man da die eine oder andere Freundin sieht, die es sich leisten kann, nur noch Teilzeit zu arbeiten, weil ihr Ehemann genug für beide verdient oder die Arbeitslosigkeit nicht gleich zum Drama wird, weil er sie unterstützt - da erscheint manchen eine Ehe mit einem finanziell abgesicherten Mann verlockend.

7. Gesellschaftlicher Status

In der Soziologie spricht man vom "übertragenen Status", wenn man durch die Beziehung oder Ehe plötzlich gesellschaftlich aufsteigt oder Zugang zu Kreisen erhält, die einem sonst verschlossen blieben. Gute Partien wirken auf viele anziehend - selbst, wenn das allein auf Sicht nicht glücklich macht.

8. Falsche Hoffnung

"Die Liebe kommt vielleicht eines Tages noch." Manche trösten sich mit dem Gedanken, dass sich das Kribbeln und Prickeln ja vielleicht eines Tages doch noch einstellt. Auch wenn das leider oft ein Wunschtraum bleibt.

Braut mit Brautstrauß
Der Gang vor den Traualtar bringt es für manche an den Tag Foto: J-Stylianon/iStock/Thinkstock

Warum es sich lohnt zu warten

- Weil mit dem Richtigen das Leben einfach schöner ist

- Weil an der Seite des Richtigen die Frau auf- statt verblüht

- Weil der Richtige einen glücklich machen will

- Weil der Richtige einen nimmt, wie man ist (und umgekehrt)

- Weil mit dem Richtigen das Leben erfüllend ist

- Weil mit dem Richtigen auch nach Jahren immer noch eine gemeinsame Basis bleibt

- Weil der Richtige einen nicht verlieren will

- Weil sie für den Richtigen die Schönste und Beste ist

- Weil mit dem Richtigen Schweigen nicht zur Qual wird

- Weil mit Richtigen alles Schwere leichter wird

- Weil der Richtige auch ein guter Freund ist