Zittern in Danzig: Rapid verspielt beinahe den Aufstieg

Rapid stellte im Rückspiel der zweiten Conference-League-Qualirunde bei Lechia Danzig früh auf 2:0 und stellte vermeintlich die Weichen zum Aufstieg. Die Hütteldorfer ließen aber zu früh nach und kamen ins Zittern, retteten ein knappen 2:1 ins Ziel.
Autor: APA Sport, 29.07.2022 um 09:00 Uhr

Zwischen den Grün-Weißen aus Danzig und Wien - Letztere traten in ihren rotblauen Auswärtsleiberln auf - entwickelte sich eine intensive und schnelle Partie mit zunächst leichten Vorteilen für die Gastgeber. Ilkay Durmus prüfte nach einem Vorstoß über links ein erstes Mal Niklas Hedl (13.), der sich keine Blöße gab. Nur drei Minuten später zappelte der Ball jedoch im Netz der Polen. Nach einem Vorstoß über Marco Grüll wurde Nicolas Kühn bedient. Der deutsche Neuzugang fackelte nicht lange und erzielte mit seinem sehenswerten Linksschuss von der Strafraumgrenze - der Ball wurde noch leicht abgefälscht - die Führung der Wiener.

Und Rapid holte zum Doppelschlag aus. Nach einer flotten Kombination über Kühn und Moritz Oswald gelangte das Spielgerät zu Guido Burgstaller, der vehement Richtung Strafraum zog und geschickt das Foul suchte. Kaluzinski tat ihm genau diesen Gefallen, allerdings wohl knapp außerhalb des Sechzehners. Der Schweizer Referee Alessandro Dudic zeigte dennoch auf den Punkt, einen VAR gibt es in dieser Phase des Bewerbs nicht. Grüll ließ sich die Chance nicht nehmen und erhöhte auf 2:0 (18.), wenngleich Lechia-Goalie Dusan Kuciak noch mit der rechten Hand an den Ball kam.

Am Ende mit Glück

Lechia-Coach Kaczmarek brachte für die zweite Hälfte mit Flavio Paixao und Jaroslaw Kubicki (für Christian Clemens und Kaluzinski) frische Kräfte für die anvisierte Aufholjagd. Erstmals richtig brenzlig wurde es für Rapid in der 53. Minute: Nach einem Stanglpass fälschte Kevin Wimmer das Leder gefährlich Richtung eigenes Tor ab, doch Grüll rettete knapp vor der Torlinie. Maciej Gajos verpasste wenig später per Kopf den Anschlusstreffer (56.). Kühn wiederum ließ die Chance aufs 3:0 nach einem Dribbling aus (64.).

Dass es am Ende noch einmal spannend wurde, ist auch dem für David Stec eingewechselten Filip Koperski zu verdanken. Der Rechtsverteidiger überlief Jonas Auer und bediente mustergültig Zwolinski, der aus kurzer Distanz das 1:2 besorgte (82.). Bei den Danzigern keimte wieder Hoffnung: Kacper Sezonienko verpasste jedoch den Ausgleich (84.). Mit Glück brachten die Wiener schlussendlich den knappen Sieg über die Zeit.