Schockmoment: Synchronschwimmerin geht bewusstlos unter

Die US-amerikanische Synchronschwimmerin Anita Alvarez war am Mittwoch nach ihrer Vorstellung im Solo der Freien Kür bewusstlos untergegangen und musste von ihrer Trainerin Andrea Fuentes sowie einem weiteren Mitarbeiter gerettet werden.
Autor: APA Sport, 23.06.2022 um 00:00 Uhr

Unmittelbar vor dem Auftritt von Österreichs Hoffnungsträgerin Vasiliki Alexandri hatte im Alfred Hajos Schwimmstadion auf der Margareteninsel in Budapest Schockstarre geherrscht: Alvarez sank im Pool bis zum Boden, ehe ihre Trainerin Andrea Fuentes in voller Montur ins Wasser sprang und zur Lebensretterin wurde. Die regungslose Alvarez wurde am Beckenrand ärztlich betreut und auf einer Trage weggebracht.

Aufatmen nach Schockmoment

Alvarez fühle sich wieder gut, "auch die Ärzte sagen, dass es ihr gut geht", ergänzte die Spanierin Fuentes, selbst viermalige Olympia-Medaillengewinnerin im Synchronschwimmen, auf Instagram. Sie werde sich am Donnerstag erholen und dann mit dem Mannschaftsarzt entscheiden, ob sie am Finale der Freien Kür am Freitag mit dem US-Team an den Start gehen wird. "Es war ein wirklicher Schreck", sagte Fuentes der spanischen Tageszeitung "Marca". Sie sei ins Wasser gesprungen, weil sie niemanden, auch keinen Rettungsschwimmer gesehen habe, der reingesprungen ist. "Ich war ein bisschen erschrocken, weil sie nicht geatmet hat, aber jetzt geht es ihr gut." Sie habe nach den Rettungsschwimmern gerufen, sagte sie dem spanischen Radio, aber diese hätten nicht reagiert oder sie nicht verstanden. "Sie hat zwei Minuten nicht geatmet, und mit einem Puls auf 180 willst du nicht zwei Minuten ohne Luft bleiben", sagte Fuentes. Nun will Alvarez, die in der Freien Kür letztendlich Siebente wurde, im Finale starten. Durch die hohe Belastung sei sie ohnmächtig geworden, erklärte ihre Trainerin.

 

Österreicherin startete unmittelbar danach

Nach einer kurzen Unterbrechung fiel die Medaillenentscheidung mit der Österreicherin Alexandri, die Fünfte wurde. Die 24-Jährige hat zum Glück im Vorfeld nichts vom Vorfall mitbekommen, stand vor ihrer Kür ohne Sicht auf das Becken hinter einer hohen Wand. Nach dem Wettkampf erklärte Alexandri, dass Alvarez in der Vergangenheit bereits mehrmals bewusstlos untergegangen war –zuletzt in der Olympia-Qualifikation im vergangenen Jahr in Barcelona. "Wir vergessen manchmal, dass so etwas auch in anderen Hochleistungssportarten geschieht. Marathon, Radsport, Langlauf. Nur dass wir im Schwimmbecken an unsere Grenzen stoßen und sie manchmal auch finden", sagte Fuentes.