Thiem: "Stober hat Fehler nicht zugegeben"

Dominic Thiem hat sich den 4. Oktober dick im Terminkalender angestrichen. An diesem Tag will Österreichs Tennis-Star sein verletztes Handgelenk einem Belastungstest unterziehen. "Aber wenn der Test nicht gut verläuft, muss operiert werden", so Thiem. "Dann könnte ich statt im November erst im Februar oder März richtig trainieren."

Australien Open in Gefahr

Der Weltranglisten-Achte würde damit auch die Australian Open verpassen. Seine Ankündigung vom Freitagabend, sich im Trubel um die Trennung von Physiotherapeut Alexander Stober "zu gegebener Zeit an die Medien" zu wenden, setzte Thiem dabei ebenfalls gleich um. So sei es während der nicht nach Wunsch verlaufenen Reha zu einem Vertrauensverlust in der Beziehung mit dem Betreuer gekommen, erzählte Thiem.

Zu früh zum Schläger gegriffen

"Ich hatte mir die Verletzung von einem Spezialisten in Barcelona diagnostizieren lassen. Der erklärte, dass die Hand unbedingt ruhen müsse. Mein Physio Alex Stober meinte aber, dass es am Diskus liege." Durch die Behandlung habe Stober Thiem wieder Hoffnung für ein Antreten bei den US Open gemacht. "Also habe ich viel zu früh wieder zum Schläger gegriffen. Und das Handgelenk schnalzte wieder." Thiem betonte, dass Fehler passieren.

Die Wahrheit verdreht

"Was mich stört, war, dass er diesen nicht zugab, die Wahrheit verdrehte, indem er behauptete, ich hätte darauf gedrängt, für die US Open fit zu werden. Das hat die Vertrauensbasis zerstört." In den vergangenen Tagen hatte der Nürnberger Stober in einem Bericht von tennisnet.com seine Enttäuschung darüber kundgetan, dass er von Thiem nicht persönlich über das Ende ihrer Zusammenarbeit informiert worden war. Dies habe Thiems spanischer Manager Galo Blanco erledigt.

Autor: APA Sport, 25.09.2021