Challenger-Final-Duell: Frankreich 2, Österreich 0

Kein Happy End mit einem Challenger-Titel hat es am Sonntag für Dominic Thiem bzw. Dennis Novak gegeben. Sie verloren ihre Endspiele gegen die Franzosen Ugo Humbert bzw. Corentin Moutet.
Autor: APA Sport, 19.09.2022 um 09:00 Uhr

Die beiden Österreicher standen ja in Rennes (Hardcourt) bzw. Stettin (Sand) jeweils im Endspiel. Thiem war in der Bretagne beim ATP-Challenger 90 gegen den Franzosen Ugo Humbert chancenlos und verlor nach nur 75 Minuten 3:6, 0:6. Novak verlor das zweite österreichische-französische Endspiel gegen Corentin Moutet weit knapper nach 2:26 Stunden mit 2:6, 7:6, 4:6.

Thiem: "Arbeit war richtig"

"Heute hat es aus ein paar Gründen nicht geklappt. Erstens hat der Gegner wirklich gut gespielt und mir keine Zeit gelassen, und dann habe ich die wenigen Chancen im ersten Satz nicht genutzt", analysierte Thiem die Partie später. "Ich war auch kein einziges Mal vorne, ich bin das ganze Match hinterher gelaufen." Im zweiten Durchgang habe er es dem Gegner nach einem frühen Serviceverlust zu einfach gemacht.

Die Positiva überwiegen im Rückblick auf die Woche. "Es war das erste Mal seit längerer Zeit, dass ich fünf Matches gespielt habe, und ich habe auch alle fünf mit voller Intensität gespielt." Daran müsse er sich auch erst wieder gewöhnen, konstatierte der Ex-US-Open-Champion. "Die Spannung im Match passt noch immer nicht ganz, manchmal zu viel, manchmal zu wenig." Es gebe zwar überall noch Dinge zu verbessern, aber: "Ich sehe, dass die Arbeit in den letzten Wochen richtig war."

Thiem verbessert sich im ATP-Ranking nun auf Platz 182 (bzw. Platz 151 im ATP Race) und bleibt kommende Woche in Frankreich. In Metz trifft Thiem, der noch einmal ein geschütztes Ranking von seiner Verletzung nutzt, schon wieder auf einen Franzosen, nämlich den Routinier Richard Gasquet. Setzt er sich durch, geht es gleich in der zweiten Runde gegen den als Nummer zwei gesetzten Polen Hubert Hurkacz.

Novak bester Österreicher

Für Novak, der der demnächst zum zweiten Mal Vater wird, hat der Polen-Trip zum ATP-Challenger 125 immerhin 75 ATP-Punkte und 10.770 Euro Preisgeld (brutto) eingebracht. Gegen Corentin Moutet lieferte er sich einen harten Kampf, im dritten Satz kassierte Novak ein Break zu viel. Dennoch: Er verbessert sich im ATP-Ranking um 25 Plätze und ist nun als weiterhin bester Österreicher 111.