Keine Impfung! Riegler droht Olympia-Aus

Stand Donnerstag und auch laut dem aktuellen Standpunkt des Österreichischen Olympischen Komitees wäre der Verzicht auf eine Impfung gleichbedeutend mit einem Olympia-Verzicht. Denn das ÖOC will nur geimpfte Sportler nach China mitnehmen.

"Das ÖOC-Präsidium hat von Claudia Riegler bis 23.1. einen Antikörper-Test und eine Teil-Impfung verlangt. Schon jetzt hat Claudia Riegler uns mitgeteilt, dass sie diesen Auflagen nicht nachkommen wird. Das Österreichische Olympische Komitee bedauert diese Entscheidung", ließ ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel am Donnerstag verlauten. Das Präsidium habe sich auf Anraten der medizinischen Berater schon vor mehreren Monaten dazu bekannt, "aus Gründen der Sicherheit und Gesundheit der Delegationsmitglieder nur geimpfte Personen für die Teilnahme in Peking in Betracht zu ziehen".

21 Tage Quarantäne?

Claudia Riegler, die Freitag beim letzten Parallel-Weltcup-Riesentorlauf auf der Simonhöhe in Kärnten am Start ist, dürfte als Genesene unter gewissen Voraussetzungen zwar aus Sicht der chinesischen Behörden einreisen. Allerdings verlangen die Olympia-Organisatoren von ungeimpften Olympia-Teilnehmern, dass sie sich bei Ankunft in Peking 21 Tage in Quarantäne begeben. Der von der APA am Donnerstag zu dem Thema angesprochene Sportliche Leiter Christian Galler sieht offenbar noch Möglichkeiten. "Stand ist der, dass es seitens der chinesischen Behörden eine Einreisegenehmigung gibt, auch in einem ungeimpften Zustand ohne Quarantäne als Genesene. Die zweite Geschichte ist, dass von unserer Seite alle Anstrengungen unternommen werden, dass wir sie nennen dürfen, wenn sie natürlich dann dementsprechend die Voraussetzungen erbringt." Dazu bedürfe es derzeit noch eines Antikörpertests und einer Teilimpfung. "Teil eins ist für Montag geplant und der Rest dann zeitnah zu einem späteren Zeitpunkt, also zwischen 22. und 24.2. müsste sie dann die Impfung noch machen."

Team respektiert die Entscheidung

Galler bestätigte, dass sich Riegler derzeit eine Impfung nicht vorstellen kann. "Das ist der derzeitige Stand, dass es sich für sie nicht gut anfühlt, das ist ihre private Entscheidung und die hält sie sich relativ lange offen." Zur Reaktion des ÖOC müsse man aus seiner Sicht auch abwarten, "was in der Gesamtheit mit Impfpflicht und ähnlichen Sachen rauskommt". Man werde die Grundsatzentscheidung des ÖOC aber respektieren. Weitere Überzeugungsarbeit in Richtung Claudia Riegler werde es in Sachen Impfung nicht geben. "Wir haben schon genug gesprochen, wir respektieren jede Meinung: Wenn sie das Gefühl hat, dass es gut ist und die Performance stimmt, wird sie selbst wissen, was zu tun ist."

Autor: APA Sport, 13.01.2022