Jakob Pöltl startet bei verjüngten Spurs mit größerer Rolle

Zweimal verpasste San Antonio in Folge das Play-off. Auch heuer hängen die Trauben hoch, das ist auch Pöltl bewusst. "Das Ziel ist immer, in die Play-offs zu kommen und in der Regular Season so gut wie möglich abzuschneiden. Wofür spielt man, wenn nicht um einen Platz in den Play-offs oder im Play-in? Der Westen ist tough, keine Frage, und wir wissen natürlich, dass wir eine Außenseiterrolle innehaben", sagte der Wiener wenige Tage vor Saisonstart. In der Nacht auf Donnerstag (2.30 Uhr MESZ) geht es zu Hause gegen Orlando Magic. Gegen das Team aus Florida ist ein Startsieg möglich. "Sie sind ähnlich wie wir ein junges, motiviertes Team, das mit einigen Großen stark am Rebound ist. ", urteilte Pöltl.

Starke letzte Saison

In der vergangenen Saison kam der Center auf 8,6 Zähler, 7,9 Rebounds und 1,8 Blocks pro Partie, punktete nach seiner Beförderung zum Starter im Februar im Schnitt bereits zweistellig. Bei den Spurs geht er in seine vierte Saison, der Vertrag läuft noch zwei Jahre. Pöltls persönliches Ziel ist abgesteckt: Die Wurfausbeute soll höher ausfallen. "Ich will aggressiver sein und Würfe, die jetzt nicht ganz offensichtlich da sind, für mich selbst aktiver suchen und auf jeden Fall noch treffsicherer werden", betonte der 2,16-m-Mann. Die Statistik sei jedoch nicht alleine ausschlaggebend. "Ich will meine Spielart so anpassen, dass ich dem Team wieder bestmöglich helfen kann Spiele zu gewinnen. Was konkret benötigt wird, kann von Spiel zu Spiel unterschiedlich sein."

DeRozan weg, Mills weg, Gay weg

Mit Pöltl langjährigem Teamkollegen und Freund DeRozan verließ der beste Werfer das Team im Sommer, auch Point Guard Patty Mills und Routinier Rudy Gay sind nicht mehr da. Die Guards Dejounte Murray (25) und Derrick White (27) sollen die Spurs nun führen. Forward Keldon Johnson (22) gewann mit den USA (als Reservist) im Sommer in Tokio Olympia-Gold, dazu kommt als Starter noch Doug McDermott (29). Pöltl genießt offenbar das Vertrauen seiner Nebenleute. Insgesamt werde nun mit mehr Tempo gespielt, "was ja auch Sinn macht, wenn selten jemand auf dem Feld steht, der älter als 26 Jahre alt ist", so Pöltl. Sein Gefühl für den Saisonstar sei gut. "Einiges wird davon abhängen, ob unsere Würfe fallen, aber das kann man schwer kontrollieren." Wohin die Reise geht, könnte sich schnell abzeichnen.

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Autor: APA Sport, 18.10.2021