Djokovic im Eilthempo ins Melbourne-Finale

Novak Djoković hat am Mittwoch auf souveräne Art und Weise zum zehnten Mal das Halbfinale der Australian Open erreicht. Der 35-jährige Serbe ließ Thiem-Bezwinger Andrej Rublev aus Russland beim 6:1, 6:2, 6:4 in nur 2:03 Stunden keine Chance.
Autor: APA Sport, 25.01.2023 um 14:30 Uhr

Im Semifinale am Freitag ist er auch im ersten Duell mit dem US-Amerikaner Tommy Paul klarer Favorit. Letzterer bezwang seinen Landsmann Ben Shelton 7:6,6:3 ,5:7, 6:4. Djoković fehlen also nur noch zwei Siege zum neuerlichen Triumph am Yarra River. "Ich kann mit meinem Tennis momentan nicht glücklicher sein", meinte der "Djoker" noch auf dem Platz. "Das Ergebnis sah in den ersten beiden Sätzen klarer aus als es war. Ich habe in den wichtigsten Momenten mein bestes Tennis gespielt."

Ein bisschen Schwierigkeiten bereitete dem Serben der Wind. "Als ich aufgewärmt habe, war es nicht so windig. Da muss man seine Schläge schon gut wählen." Djoković scheint in dieser Form und trotz der vorangegangenen Schwierigkeiten am linken Oberschenkel bereit, mit Rafael Nadal im Rennen um die meisten Major-Titel gleichzuziehen. Holt Djokovic den 22. Triumph, dann ist er auch wieder die Nummer 1 der Welt. Der Weg dahin war im Vorfeld und auch während der Australian Open nicht einfach für ihn. "Ich war mehr mit Maschinen verbunden, um mich zu pflegen als mit Dingen oder Menschen. Ich habe alles probiert", gestand Djoković. "Ich vermisse Tennis an den freien Tagen, aber man muss smart sein, um sich rechtzeitig fit zu machen."

Weißrussinnen-Duell im Finale möglich

Bei den Frauen komplettierten die als Nummer fünf gesetzte Aryna Sabalenka und völlig überraschend Magda Linette das Semifinale. Linette springt weiter für ihre unerwartet im Achtelfinale ausgeschiedene polnische Landsfrau und Topfavoritin Iga Świątek in die Bresche. Sie besiegte die fehlerhafte Tschechin Karolína Plíšková 6:3, 7:5. Danach ließ die Weißrussin Sabalenka der Kroatin Donna Vekić beim 6:3, 6:2 keine Chance.

Damit scheint ein Damen-Finale mit zwei Weißrussinnen nicht unwahrscheinlich: Die an fünf gesetzte Sabalenka ist gegen Linette klare Favoritin, während im anderen Semifinale die ebenfalls aus Weißrussland stammende zweifache Melbourne-Siegerin Viktoria Azarenka gegen Wimbledon-Siegerin Jelena Rybakina antritt