Beinahe-Sensation durch 28-jährigen Tiroler bei Schwimm-WM

Bernhard Reitshammer hat eine Sensation bei den Schwimm-Weltmeisterschaften in Budapest mit dem vierten Platz im Finale über 50 m Brust knapp verpasst.
Autor: APA Sport, 22.06.2022 um 09:15 Uhr

Der 28-jährige Tiroler verbesserte am Dienstag mit 26,94 Sekunden seinen österreichischen Rekord um 17 Hundertstelsekunden und durchbrach damit die Schallmauer von 27 Sekunden. Gold ging an den US-Amerikaner Nic Fink (26,45) vor dem Italiener Nicolo Martinenghi (26,48) und dem US-Amerikaner Michael Andrew (26,72).

"Ich bin einfach nur happy im Moment. Eine super Zeit, vierter Platz bei der WM, das passt ganz gut", sagte Reitshammer in der Duna Arena gewohnt gelassen: "Mit so etwas hätte ich nie gerechnet, aber so freut es mich umso mehr." Obwohl er seine Bestzeit erneut pulverisierte, sah Reitshammer noch Verbesserungspotenzial. Es sei nicht alles optimal gewesen, betonte er. Auf die Medaille fehlten 22 Hundertstelsekunden.

"Das ist schon ein bisschen was für den 50er", betonte Reitshammer: "Wir werden bei der nächsten WM sehen, ob ich mich wieder so steigern kann. Vielleicht wird's dann sogar eine Medaille." In Budapest drückte er seinen Rekord um fast vier Zehntel, beim "zweitgrößten Wettkampf nach Olympia" zeigte der Oldie im OSV-Team seine bisher beste Leistung.

WM läuft gut für Österreich

Für den österreichischen Schwimmverband (OSV) war es bei den Titelkämpfen in Ungarn die dritte Finalteilnahme unter den Schwimmern, Kraul-Spezialist Felix Auböck hatte über 200 m (Fünfter) und 400 m (Vierter) ebenfalls mit neuen Bestzeiten überzeugt. Reitshammer ist in Budapest noch mit seinen Teamkollegen in der Staffel über 4 x 100 m Lagen am Samstag im Einsatz.

Reitshammer schwärmte zudem von der "gewaltigen" Stimmung in der fast ausverkauften Duna Arena. Denn im Lauf zuvor hatte der ungarische Schwimm-Held Kristof Milak mit einem Weltrekord über 200 m Delfin die Fans jubeln lassen. "Wir sind unter der Tribüne durchgegangen, das war brutal", sagte Reitshammer. Milak schlug nach einer Machtdemonstration in 1:50,34 Minuten mehr als drei Sekunden vor seinen Konkurrenten an und verbesserte seine eigene Bestmarke um 39 Hundertstelsekunden.