Alarmstufe Rot im ÖSV-Frauenteam

Nach nur drei Top-20-Plätzen in zwei Slalom-Rennen und Platz acht von Katharina Liensberger als bestes Resultat lieferte der neue Frauen-Cheftrainer Thomas Trinker einen alarmierenden Befund.
Autor: APA Sport, 22.11.2022 um 10:49 Uhr

Die von ihm ausgerufene Angriffslust im Vorfeld fror im eiskalten Norden am Wochenende ein. "Wir sind technisch nicht auf diesem Niveau, von dem wir ausgegangen sind. Da haben wir uns viel mehr erwartet. Ich würde sogar sagen, es ist inakzeptabel, was uns da passiert ist", gab Trinker den verpatzten Auftakt in die WM-Saison unumwunden zu. "Es ist passiert, es braucht die Analyse und beim nächsten Rennen hoffentlich mehr Angriff."

Woran liegt’s?

Technische Defizite, fehlender Mut zur Attacke, insgesamt zu viele Fehler – Trinker diagnostizierte den ÖSV-Technikerinnen gleich mehrere Mängel. Zusätzlich drängen auch neue Namen aus anderen Nationen ins Rampenlicht. "Die anderen Nationen schlafen nicht, die machen ihren Job", sagte Katharina Liensberger mit Blick etwa auf die Kroatinnen Leona Popovic und Zrinka Ljutic, die sich als Sechste und Siebente am Sonntag unmittelbar vor ihr platzierten. "Die Konkurrenz fährt sehr stark", bestätigte auch ÖSV-Coach Trinker und fügte an: "Da müssen wir uns ganz schön strecken, um mitzuhalten.“ Nach weiteren zwei Tagen in Levi mit Riesentorlauf-Training übersiedeln die ÖSV-Technikerinnen nun in die USA. "Wir werden dranbleiben. Es werden wieder andere Rennen, andere Hänge, andere Bedingungen kommen, dann schaut es hoffentlich besser aus", erklärte Trinker.