Sexuelle Nötigung: Oscar-Regisseur in Italien verhaftet

Schlimme Vorwürfe gegen den kanadischen Regisseur Paul Haggis - er soll eine Frau tagelang im Hotelzimmer sexuell genötigt haben.
Autor: Weekend Chronik, 20.06.2022 um 11:00 Uhr

Der nächste brisante #MeToo-Fall eines berühmten Regisseurs: Paul Haggis, kanadischer Regisseur und Oscar-Preisträger ist in Italien wegen des Verdachts der sexuellen Nötigung und Körperverletzung in einem Hotel unter Hausarrest gestellt worden.

Frau tagelang im Hotelzimmer sexuell genötigt

Haggis wird vorgeworfen, eine Frau tagelang in einem Hotelzimmer sexuell genötigt zu haben. Der Hollywood-Regisseur, der für den Film "L.A. Crash" 2006 zwei Oscars gewonnen hatte, bestreitet die Vorwürfe. "Überprüft das so schnell wie möglich, ich bin absolut unschuldig", sagte Haggis laut seines Verteidigers Michele Laforgia. Anwältin Priya Chaudry, die den Filmemacher in den USA vertritt, teilte den Medien mit: "Ich bin überzeugt, dass alle Vorwürfe gegen Herrn Haggis fallen gelassen werden. Er ist total unschuldig."

Für Untersuchungen ins Krankenhaus gebracht

Die Frau aus Großbritannien behauptet, von Sonntag vor einer Woche an bis Mittwoch von Haggis in einem Hotelzimmer sexuell genötigt worden zu sein. Die zwei sollen sich bereits gekannt haben. Dann habe der Regisseur sie im Morgengrauen zum Flughafen von Brindisi gefahren und dort allein gelassen. Sie wandte sich an die Polizei und wurde den Angaben zufolge für Untersuchungen in ein Krankenhaus gebracht.

Bereits von mehreren Frauen beschuldigt

Bereits im Zuge des Skandals um den Hollywood-Mogul Harvey Weinstein war Haggis von mehreren Frauen des sexuellen Missbrauchs beschuldigt worden. Er bestreitet alle Vorwürfe. Der Kanadier hielt sich in der Region Apulien auf, weil er dort als Stargast des an diesem Montag beginnenden Filmfestes von Ostuni eingeplant war. Die Verantwortlichen teilten laut Ansa mit, dass Haggis umgehend von allen Veranstaltungen ausgeschlossen wurde.