5 Dinge, die Meghan & Harry in ihrem Leben ändern

Genauen Beobachtern entging 2019 nicht: Bilder der vergangenen Monate zeigten Prinz Harry - sieht man von seinen Glücksmomenten als frisch gebackener Vater ab - weitestgehend angespannt und abwesend. Die weltweite Begeisterung, die noch im Mai 2018 bei seiner Hochzeit herrschte, war in der Zwischenzeit zunehmender Kritik gewichen. Am angeblich überteuerten Lebensstil Meghans oder ihrem Bestreben, ihren eigenen Weg zu gehen und damit von der königlichen Etiquette abzuweichen. Sei es, wenn sie spontan Royal-Fans umarmt (ein No-Go laut britischem Hofzeremoniell), entgegen der royalen Tradition mit Vorliebe Schwarz und kräftigere Make-up-Töne trägt, ihren Sohn in einem Krankenhaus ihrer Wahl zur Welt brachte oder Weihnachten - statt wie bei den Royals üblich - nicht mit der Queen, sondern bei ihrer Mutter in Kanada verbrachte.

Zugeständnisse aus Liebe

Für ihre Liebe zu Harry hatte Meghan Meghan einschneidende Zugeständnisse gemacht: ihren Beruf als Schauspielerin an den Nagel gehängt, ihre Website und Modelinie eingestellt und ihre Kommunikation und Terminplanung ausschließlich mit dem Königshaus abgestimmt. Keine leichte Übung, wie vermutet werden darf, für eine junge Frau, die es gewohnt ist, ihre eigenen Entscheidungen zu treffen. Harry, der die Scheidung seiner Eltern sowie deren schmerzvollen Verzicht auf ein von der Öffentlichkeit unbeobachtetes Leben hautnah miterlebte, teilt und unterstützt den Wunsch seiner Frau offenkundig. Ihre gemeinsame Entscheidung, von ihrer vorgesehenen Rolle zurückzutreten und sich eine eigene Existenz abseits des Hofes aufzubauen, wirkt vor diesem Hintergrund rückblickend betrachtet nur wie der nächste konsequente Schritt. Wie das neue Leben der beiden aussehen könnte, darüber mutmaßen bereits Kenner der Royals weltweit. Hier die entscheidenden fünf Änderungen:

1. Neuer Lebensmittelpunkt

Ob eine Ortsveränderung dem Paar ein Weniger an öffentlicher und medialer Aufmerksamkeit bescheren wird, darf zumindest vorerst bezweifelt werden. Nach derzeitigem Stand der Dinge deutet alles darauf ein, dass Meghan und Harry künftig ihre Zelte in Kanada aufschlagen und von dort ihre Aktivitäten planen werden. Nach Großbritannien kommen sie demnach wohl nur noch auf Besuch. Verräterisch ist, weiß The Sun zu berichten, dass sie wenige Tage vor Bekanntgabe ihrer Entscheidung, sich von ihrer royalen Senior-Rolle zurückzuziehen, ihre Haustiere schon einmal nach Kanada bringen ließen.

2. Neue (alte) Jobs

Meghan und Harry sind für ihre freundschaftlichen Kontakte zu Stars aus der Musik- und Filmbranche bekannt. Ob ernst gemeint oder bloß zum Spaß: Dass Harry kürzlich im Small Talk mit Filmbossen aus Hollywood bereits für einen Job für seine Frau vorgefühlt hat, lässt vermuten, dass Meghan Markle mit ihrer Karriere als Schauspielerin noch nicht abgeschlossen hat. Ob Prinz Harry wieder seine alte Tätigkeit als Pilot aufnimmt, ist schwer zu sagen. Fest steht, dass die beiden im Dienste ihrer eigenen Charity-Organisation künftig Spendengelder lukrieren sowie ausgesuchte wohltätige Aktivitäten intensivieren wollen. Die neue Website, die pünktlich zu ihrer Ankündigung live ging, wurde übrigens von derselben Agentur um- und aufgesetzt, die vor Jahren Meghan Markles einstige Website gestaltet hatte.

3. Neue Freiheit

Zweifelsfrei steht hinter dem gefühlten Befreiungsschlag von Harry und Meghan der Wunsch, ein weitestgehend selbstbestimmtes Leben zu führen. Selbst zu entscheiden, wofür man sich engagiert, welche gesellschaftlichen Termine man wahrnimmt, welche Freunde oder Familienangehörige man wann und wo treffen will. Ganz ohne Zugeständnisse dürfte dies laut Adelsexperten wohl nicht gehen. So muss auch weiterhin für die Sicherheit des Paares gesorgt sein - eine Aufgabe, die weiterhin dem britischen Königshaus zukommt und vom Steuerzahler getragen wird. Es darf angenommen werden, dass die Queen im Gegenzug Prinz Harry schon allein dafür den einen oder anderen Kompromiss abringen und ihren Enkel nicht zur Gänze aus seinen Verpflichtungen entlassen wird.

4. Neue Marke

Ob das Paar alle Vorstellungen umsetzen wird können, wird sich in den nächsten Wochen und Monaten noch zeigen, aber das bisherige Vorgehen lässt ahnen, dass die beiden sich mit seiner Loslösung auch zu emanzipieren versucht. Offenkundig mit dem Ziel, sich über ihre geplanten Aktivitäten auch mehr Kontur zu verleihen und nicht länger ausschließlich als Repräsentanten des britischen Königshauses gesehen zu werden. Stattdessen vermehrt als Fürsprecher und Schutzanwälte von Themen. Schlagzeilen über Garderobe und vermeintliche Familienstreitigkeiten sollen damit endgültig in den Hintergrund treten. Ein unrealistisches Vorhaben, wie Adelsexperten gegenüber CNBC meinen.

5. "Normales" Leben

An Williams und Kates Kindern konnten Meghan und Harry bereits sehen, wie groß und weitreichend das öffentliche Interesse bereits an den Kleinen ist - mit allen Vor- und Nachteilen. Bereits vor der Geburt von Archie betonten die beiden, dass ihr Kind in beiden Welten aufwachsen sollte - wobei die Betonung eher auf dem bürgerlichen Hintergrund Meghans lag. Mit dem Umzug nach Übersee entzieht das Paar schon allein allfälligen Diskussionen in der Frage, auf welche Schule sein Sohn eines Tages gehen soll, geschickt jegliche Grundlage.

Autor: Ute Daniela Rossbacher , 17.01.2020