Ruhe sichert Überleben

Wintereinbruch auf den Bergen bedeutet auch den Start in die Skitourensaison. Die Wildtiere drosseln ihre Aktivitäten im Winter auf das Notwendigste, um Lebensenergie zu sparen. Für unsere heimischen Wildarten wie Gams-, Rot- und Rehwild startet ein kräftezehrender Kampf. Die Wildtiere senken in der kalten Jahreszeit ihre Herzfrequenz, sind körperlich weniger aktiv und verbrauchen weniger an Energie. Eine Art "Reserve" fressen sie sich bereits im Herbst an. Im Winter finden sie ihre Nahrung bei Winterfütterungsstellen oder in geeigneten Überwinterungsgebieten. Schon kleinste Störungen der Routine beunruhigen es. Besonders das Rot- und Gamswild ist auf Winterruhezonen angewiesen, um zu überleben.

Winterruhezonen

Im Bundesland Salzburg gibt es zahlreiche ausgewiesene Winterruhezonen für Rot- und Gamswild. Diese wurden in enger Abstimmung mit den alpinen Vereinen ausgearbeitet. „Wir müssen verstehen, dass das Wild aus seinem "Wohnzimmer" flüchten muss, weil wir uns dort aufhalten. Dafür verbraucht es sieben bis zehnmal mehr Energie als in Ruhe. Bergauf durch einen halben Meter hohen Schnee sogar 60 Mal mehr. Das kann den Tod der Wildtiere bedeuten. Daher richte ich einen dringenden Appell an alle Wintersportler, die Ruhezonen der Wildtiere zu respektieren", sagt Christoph Burgstaller, der Projektleiter der Initiative "Respektiere deine Grenzen."

Author: Ute Daniela Rossbacher , 26.11.2019