Die 5 größten Oscar-Pannen aller Zeiten

1. "Der Pate" lehnt den Oscar ab

Das gab es noch nie: Marlon Brando alias "der Pate" lehnte 1973 den Oscar als bester Hauptdarsteller ab. Als Draufgabe schickte er eine indianische Aktivistin zur Verleihung, die einen Brief vorlas, in dem Brando die Diskriminierung indigener Völker in der amerikanischen Filmbranche stark kritisierte.

2. Das Verschwinden der Oscars

Der Präsident der Academy of Motion Picture Arts and Science gab am 16. März 2000 bekannt, dass alle 55 goldenen Trophäen beim Transport von Chicago nach Los Angeles verschwunden seien. Glücklicherweise tauchten 53 Statuetten davon kurz vor der Verleihung in einem Müll-Container in L.A. wieder auf. Der 61-jährige Schrotthändler Willie Fulgear hatte sie entdeckt. Dafür erhielt er 50.000 Dollar Finderlohn. Sogar das FBI wurde damals eingeschaltet, um die Goldjungen ausfindig zu machen. Die zwei übrigen Oscars sind nie mehr aufgefunden worden.

3. Michael Moores Dankesrede

Im Jahr 2003 überschattete der Irak-Krieg die Preisverleihung und wurde bei der Dankesrede von Regisseur Michael Moore thematisiert. Er gewann mit seiner Dokumentation "Bowling For Columbine" den Oscar und ließ es sich anschließend nicht nehmen, sich gegen die Politik von Präsident Bush auszusprechen. Dafür erhielt er Buhrufe aus dem Publikum, der Auftritt wurde nach weniger als 45 Sekunden beendet, und Moore musste die Bühne verlassen.

4. Jennifer Lawrences Treppensturz

Peinlich berührt: Jennifer Lawrence gewinnt 2013 die höchste Filmauszeichnung und kriecht ihr entgegen, statt stilvoll auf die Bühne zu spazieren. Denn als sie die Bühne betreten wolte, um ihren Oscar für "Silver Linings" entgegenzunehmen, stolperte sie und rutschte auf der Treppe aus. Während des obligatorischen Gewinner-Interviews nach der Verleihung hielt Lawrence dann auch noch den Mittelfinger in die Kamera.

5. Falscher Oscar-Gewinner

Die Enttäuschung stand den Produzenten von "La La Land" ins Gesicht geschrieben. Bei der Oscar-Verleihung 2017 wurde der Musicalfilm irrtümlich in der Kategorie "Bester Film" ausgezeichnet. Zu früh gefreut. Als die Produzenten auf die Bühne strömen, mit der Dankesrede beginnen und nebenbei einen Blick auf das Kuvert mit dem Gewinner-Film werfen, sind sie in Schockstarre: Nicht "La La Land", sondern "Moonlight" hat den Oscar gewonnen.

Autor: Izabela Lovric , 07.07.2020