2018 ist im Burgenland das „Jahr des Ehrenamts“

„Der Aufstieg des Burgenlandes ist eine Erfolgsgeschichte, auf die wir gemeinsam stolz sein können. Dieser Aufstieg ist nur möglich durch den Fleiß und Einsatz der Menschen in unserem Land. All jene, die sich freiwillig und ehrenamtlich engagieren, leisten einen besonders großen Beitrag zum Erfolg unseres Heimatlandes Burgenland. Deshalb verdienen unsere Freiwilligen Dank, Respekt und Anerkennung“, so Landeshauptmann Hans Niessl vor zahlreichen Fest- und Ehrengästen im Kultur- und Kongresszentrum in Eisenstadt.

Es gibt rund 4.900 Vereine und 325 Feuerwehren im Land. Diese 325 Freiwilligen Feuerwehren zählen mehr als 17.000 Mitglieder. 2016 haben die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren 105.000 Einsatzstunden geleistet. Rechnet man einen Stundenlohn von 20 Euro, dann sind es mehr als 2 Millionen Euro, die die Freiwilligen Feuerwehren dem Steuerzahler erspart haben. Beim Roten Kreuz gibt es rund 3.400 freiwillige Mitarbeiter. Im Rettungsdienst wurden über 122.000 unbezahlte Dienststunden geleistet. So, wie beim Roten Kreuz, werden auch beim Arbeitersamariterbund enorme Leistungen erbracht. Niessl: „Die Freiwilligen erbringen enorme Leistungen für ein sicheres, soziales und menschliches Burgenland“.

Dazu Gastreferent Univ.-Prof. Dr. Peter Filzmaier von der Donau-Universität Krems: „Fast jeder zweite Erwachsene im Burgenland ist freiwillig bzw. ehrenamtlich aktiv. Das freiwillige Engagement prägt durch seine Vorbildwirkung gerade den ländlichen Raum, sichert wesentliche Leistungen und ist die Grundlage einer funktionierenden sozialen Infrastruktur sowie der Lebensqualität auf dem Land. Das Ehrenamt, das von Sach-, Organisations- und Kommunikationskompetenz geprägt ist, muss daher als gesellschaftliche Notwendigkeit in seinen vielfältigen Formen der Unabhängigkeit, Bürgernähe und Verlässlichkeit ideell und materiell auch in Zukunft weiter gestärkt werden.“

Autor: Manfred Vasik, 17.01.2018