Landeshauptmann Wallner: mehrwöchiger Krankenstand

Dies geschehe auf dringenden ärztlichen Rat, hieß es in einer Aussendung der Landespressestelle. Kollegen aus der Politik reagieren verständnisvoll.
Autor: APA Politik, 22.06.2022 um 10:04 Uhr

Die Belastungen der vergangenen Monate hätten zu körperlichen Beschwerden Wallners geführt. Ein Rücktritt des Vorarlberger Landeshauptmanns stehe nicht im Raum, hieß es aus seinem Büro auf Anfrage.

Vertretung durch Landesstatthalterin

Mediale Spekulationen in diese Richtung seien falsch, so Wallners Sprecher Simon Kampl. Die Aufgaben des Landeshauptmannes werde während seines Krankenstandes ordnungsgemäß von der Landesstatthalterin Barbara Schöbi-Fink übernommen.

"Ungewöhnliche Anstrengungen"

Die vergangenen Monate seien von ungewöhnlichen Anstrengungen geprägt gewesen, hieß es in der Aussendung - einerseits die langwierige Krisenbewältigung, andererseits auch die Vorwürfe rund um die Causa Wirtschaftsbund, die Wallner stets dezidiert zurückwies.

Die Reaktion der Grünen

Der grüne Regierungspartner zeigte sich betroffen von Wallners Erkrankung und schickte in einer Aussendung Genesungswünsche: "Wir wünschen dem Landeshauptmann alles, alles Gute und eine rasche Genesung. Insbesondere wünschen wir auch der Familie und den Angehörigen viel Kraft für die schwierige Zeit", so die grüne Doppelspitze Daniel Zadra und Eva Hammerer.

Wallner müsse sich jetzt "zu 100 Prozent auf seine Genesung und Gesundheit konzentrieren können. Wir tun alles, um dazu einen Beitrag zu leisten." Sie seien überzeugt, dass die Abläufe in der Landesregierung weiter reibungslos funktionieren würden.

Nehammer spricht von Belastungen

Auch Bundeskanzler Karl Nehammer sandte seinem Parteikollegen die besten Wünsche: "Die Belastungen in der Spitzenpolitik sind oftmals unglaublich hoch und für die Gesundheit eine schwere Belastung. Ich wünsche Markus Wallner beste und vollständige Genesung und dass er sich die Zeit nimmt, die er braucht, um wieder zu Kräften zu kommen und seine Arbeit als Landeshauptmann für das Land Vorarlberg wieder aufzunehmen. Die Gesundheit steht über allem, auch in der Politik."

Respekt eingefordert

Die niederösterreichische Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) wünschte Wallner ebenfalls "eine möglichst rasche und vollständige Genesung, damit er kraftvoll in die politische Arbeit für seine Heimat zurückkehren kann". Sie nahm Wallners Erkrankung zum Anlass, "um an alle zu appellieren, wieder respektvoller miteinander umzugehen".