Van der Bellen kondolierte und war "tief berührt"

Nach dem Tod von Queen Elizabeth II. hat Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Sonntagabend König Charles III. und der Königsgemahlin Camilla persönlich kondoliert.
Autor: APA Politik, 19.09.2022 um 08:06 Uhr

Beim Staatsempfang im Buckingham-Palast am Vorabend des Staatsbegräbnisses für die Queen tauschte sich der Bundespräsident mit dem Königspaar und anderen Staatsoberhäuptern aus, wie eine Sprecherin der APA mitteilte. Um 22 Uhr war Van der Bellen bei der öffentlichen Aufbahrung. Noch am Sonntagabend bedankte sich Charles für die große Anteilnahme nach dem Tod seiner Mutter. "Meine Frau und ich waren tief berührt von den vielen Kondolenzbotschaften und der Unterstützung, die wir aus dem ganzen Land und aller Welt in den vergangenen zehn Tagen bekommen haben", sagte der Monarch einer Mitteilung des Buckingham-Palastes zufolge.

Stundenlanges Anstehen

Der Sarg der am 8. September im Alter von 96 Jahren gestorbenen Queen ist seit Mittwoch im Parlament aufgebahrt. Viele Tausende Menschen nutzten die Gelegenheit, um der Monarchin die letzte Ehre zu erweisen, und nahmen dafür stundenlanges Anstehen in einer kilometerlangen Warteschlange in Kauf. Die öffentliche Aufbahrung soll in der Früh enden. Zur Trauerfeier in der Westminster Abbey werden am heutigen Montag Hunderte Staats- und Regierungschefs sowie Monarchen und andere Würdenträger erwartet.

VdB und Charles kennen sich

Van der Bellen kennt Charles von dessen Wien-Besuch 2017 persönlich. Der damalige Thronfolger war im April 2017 mit seiner Ehefrau Camilla zu einem offiziellen Besuch in die Bundeshauptstadt gereist. Auf dem Programm stand unter anderem ein Acht-Augen-Gespräch mit Van der Bellen und dessen Frau Doris Schmidauer in der Hofburg, aber auch der Besuch eines Bio-Heurigen. Inhaltlich ging es damals vor allem um die Themen Klimawandel und Nachhaltigkeit. Am Sonntag beim Empfang sprach Van der Bellen laut Präsidentschaftskanzlei unter anderen mit seinem deutschen und seinem bulgarischen Amtskollegen Frank-Walter Steinmeier und Rumen Radew.