Ukrainische Armee schlägt zurück

Die Kämpfe in der Ukraine gehen ungeachtet der von Russland angekündigten militärischen Deeskalation mit unverminderter Härte weiter.
Autor: APA Politik, 01.04.2022 um 09:45 Uhr

Die Verteidiger melden dabei Erfolge: Mehrere Siedlungen im südukrainischen Gebiet Cherson seien sogar zurückerobert worden. Für die Früh kündigte Russland erneut eine Feuerpause im umkämpften Mariupol an. Außerdem sollen ukrainische Hubschrauber ein Öllager bei der russischen Stadt Belgorod in Brand gesetzt haben. Ukrainische Truppen eroberten nach eigenen Angaben in den vergangenen Tagen elf Siedlungen im südukrainischen Gebiet Cherson zurück. Nach Angaben des Generalstabs in Kiew konnten russischen Einheiten nirgendwo Geländegewinne verzeichnen. Die östliche Großstadt Charkiw werde weiter beschossen, ein Durchbruchsversuch nahe Isjum sei aber gescheitert. Ein russischer Vorstoß im südlichen Gebiet Mykolajiw sei erfolglos gewesen. Im Norden hätten sich einige russische Einheiten zurückgezogen. Die Angaben können nicht unabhängig überprüft werden.

Großes Feuer

Die ukrainischen Streitkräfte sollen nach russischen Angaben am Freitag von zwei Hubschraubern aus einen Luftschlag auf ein Öllager in Russland verübt haben. In dem Depot in der Großstadt Belgorod sei es nach dem Angriff zu einem Brand gekommen, teilte der Gouverneur des Gebiets, Wjatscheslaw Gladkow, im Nachrichtenkanal Telegram mit. Auf einem Video war auch ein großes Feuer zu sehen. Belgorod liegt unweit der ukrainischen Grenze. Es habe keine Opfer gegeben, sagte Gladkow.

Putin entläßt Berater

 Unterdessen geht der russische Präsident Wladimir Putin angeblich gegen eigene Leute vor. Nach Einschätzung der US-Regierung entband er im Ukraine-Krieg womöglich einige seiner Berater von ihren Aufgaben und isoliert sich selbst. "Es gibt Anzeichen dafür, dass er einige seiner Berater entlassen oder unter Hausarrest gestellt hat", sagte US-Präsident Joe Biden im Weißen Haus. EU-Parlamentspräsidentin Roberta Metsola brach inzwischen zu einer Reise in die Hauptstadt auf. "Auf dem Weg nach Kiew", schrieb die Christdemokratin am späten Donnerstagabend im Kurznachrichtendienst Twitter. Bereits Mitte März waren die Regierungschefs von Polen, Tschechien und Slowenien mit einem Zug nach Kiew gereist, um sich mit dem Selenskyj zu treffen.