Selenskyi spricht von 23.000 gefallenen Russen

Das ukrainische Militär will so schnell wie möglich von russischen auf westlichen Waffen umsatteln.
Autor: APA Politik, 01.05.2022 um 09:08 Uhr

Hierfür stimmt man sich streng mit dem US-Militär ab, hieß es nach einem Telefonat zwischen dem ukrainischen Oberbefehlshaber Walerij Saluschnyj und US-Generalstabschef Mark Milley in der Nacht zu Sonntag auf Saluschnyjs Facebookseite. Demnach wurde dabei auch die schwierige Lage im Osten der Ukraine erörtert. Saluschnyj betonte, dass die ukrainische Armee von sowjetischer Ausrüstung auf NATO-Modelle umsteigen müsse.

33 Milliarden von USA

"Und je früher wir diesen Prozess beginnen, desto eher werden wir ihn abschließen", hieß es. US-Präsident Joe Biden hatte zuvor angekündigt, er wolle weitere 33 Milliarden US-Dollar für Kiew beantragen. Davon ist ein großer Teil für Militärhilfen vorgesehen. Insgesamt sagten die Vereinigten Staaten der Ukraine seit Kriegsbeginn Ende Februar allein Waffen und Munition im Wert von mehr als 3,7 Milliarden US-Dollar (rund 3,5 Milliarden Euro) zu oder lieferten auch schon.

Sorgen, dass Putin scheitert

Der britische Premier Boris Johnson bekräftigte nach einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, dass das Vereinigte Königreich weiterhin militärische und humanitäre Hilfe leisten werde, um den Ukrainern die Ausrüstung zu geben, die sie zur Selbstverteidigung benötigen. Er setzte sich dafür ein, die Ukraine zu stärken und dafür zu sorgen, dass der russische Präsident Wladimir Putin scheitert, schreibt Johnson auf Twitter Samstagabend.

Schwer abschätzbare Verluste

Selenskyj sagte in seiner nächtlichen Ansprache, die er diesmal auf Russisch hielt, dass seit Kriegsbeginn 23.000 russische Soldaten in der Ukraine gefallen seien. Russland meldete seinerseits am Samstag mindestens 200 ukrainische Soldaten getötet zu haben. Die tatsächlichen militärischen Verluste auf beiden Seiten sind schwer abzuschätzen. Moskau gesteht bisher mehr als Tausend eigene Gefallene ein und beziffert seinerseits die Zahl der gefallenen ukrainischen Kämpfer auf mehr als 23.000.