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Kreml-Aktivisten am 9. Jahrestag der Krim-Annexion
Kreml-Aktivisten am 9. Jahrestag der Krim-Annexion
Kreml-Aktivisten am 9. Jahrestag der Krim-Annexion
AFP

Jahrestag der Annexion: Putin besucht die Krim

18.03.2023 um 16:27, APA, Red
Der russische Präsident hat der Krim einen Überraschungsbesuch abgestattet. Unterdessen wurde vor allem der Westen der Ukraine erneut von Drohnen angegriffen.

Am neunten Jahrestag der Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim durch Russland ist Präsident Wladimir Putin auf die Halbinsel im Schwarzen Meer gereist. Die ukrainische Halbinsel war 2014 nach einem umstrittenen Referendum, das die Regierung in Kiew und der Westen als illegal werten, von Russland ins eigene Staatsgebiet eingegliedert worden.

Unangekündigter Besuch

Der russische Staatschef stattete der Hafenstadt Sewastopol, dem Heimathafen der russischen Schwarzmeerflotte, einen unangekündigten Besuch ab, wie das russische Fernsehen am Samstag meldete. Dort besuchte er in Begleitung des örtlichen Gouverneurs Michail Raswoschajew eine Kunstschule, wie der Sender Rossia-1 zeigte. "Unser Präsident Wladimir Wladimirowitsch weiß, wie man überrascht. Im wahrsten Sinne des Wortes", erklärte Raswoschajew im Onlinedienst Telegram. Eigentlich habe Putin per Videokonferenz an der Einweihung der Kunstschule für Kinder teilnehmen wollen. "Aber Wladimir Wladimirowitsch ist persönlich gekommen. Am Steuer. Weil er an so einem historischen Tag wie heute immer bei Sewastopol und seiner Bevölkerung ist."

Schallenberg: „Die Krim ist die Ukraine“

Österreichs Bekenntnis zur Souveränität und territorialen Integrität der Ukraine sei unerschütterlich, twitterte Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP). "Die Krim ist die Ukraine. Genauso wie Donezk, Cherson, Luhansk und Saporischschja", postete Schallenberg Samstagnachmittag.

Drohnen-Angriff auf West-Ukraine

Unterdessen wurde vor allem der Westen er Ukraine erneut von Drohnen angegriffen. Am Freitagabend habe die russische Armee die Ukraine mit Drohnen aus iranischer Produktion angegriffen, hieß es in einer Erklärung der ukrainischen Armee im Online-Dienst Telegram. Elf von 16 Drohnen seien "zerstört" worden. Die Angriffe seien vom Asowschen Meer sowie von der russischen Region Briansk aus gestartet worden.

Die Region um Lwiw im äußersten Westen der Ukraine war den Angaben zufolge besonders im Visier der Drohnen. Verletzte habe es aber keine gegeben, hieß es. Auch in der Region Dnipro im Südosten wurden nach Angaben der ukrainischen Behörden drei Drohnen abgeschossen. Auch dort gab es keine Verletzten, doch sei "kritische Infrastruktur" in Nowomoskowsk getroffen worden. Gegen die Hauptstadt Kiew gerichtete Drohnen seien indes von der ukrainischen Luftverteidigung alle abgeschossen worden, erklärte die Stadtverwaltung. Nach Einschätzung britischer Geheimdienste bereiten sich russische Behörden wahrscheinlich auf eine Ausweitung des Wehrdienstes vor, um die Streitkräfte zu verstärken

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