ÖVP-Sachslehner: Ablöse-Gerüchte sind „absurd“

ÖVP-Generalsekretärin Laura Sachslehner dementiert Gerüchte um ihre geplante Ablöse und um einen neuerlichen Umbau des ÖVP-Regierungsteams.
Autor: APA Politik, 03.05.2022 um 15:31 Uhr

Im Vorfeld des in eineinhalb Wochen stattfindenden Parteitages mit der Wahl von Bundeskanzler Karl Nehammer zum Nachfolger von Sebastian Kurz als ÖVP-Obmann hatte der "Kurier" am Dienstag über eine Ablöse der Generalsekretärin und eine anschließende Regierungsumbildung spekuliert. Laut der Zeitung wolle Nehammer die Parteiorganisation breiter aufstellen, geplant sei ein eigener Führungsposten in der Parteizentrale, der für die Betreuung der Länder zuständig sein soll.

 

Auch Schramböck angezählt?

Eine Nachfolge für Generalsekretärin Sachslehner werde derzeit auf Hochtouren gesucht. Sachslehner gelte parteiintern als Polittalent, aber Generalsekretärin sei "eine Nummer zu groß", wird ein namentlich nicht genannter Nehammer-Vertrauter vom "Kurier" zitiert. In der Parteizentrale solle Sachslehner bleiben, aber mit neuen Aufgaben. Und weiter spekuliert der "Kurier", dass Nehammer als nächsten Schritt auch die Regierung neu justieren wolle. Nachdem die Ablöse von Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck im Dezember scheiterte, solle nun im zweiten Anlauf Ersatz gefunden werden. Wunschkandidatin sei die Tiroler Unternehmerin Martha Schultz, die sich aber verweigere.

Günther Platter weiß von nichts

Sachslehner wies diese Gerüchte entschieden zurück. Im Gespräch mit der APA bezeichnete sie diese als "absurd und völlig aus der Luft gegriffen". Im Vorfeld des Parteitages würden ganz gezielt verschiedene Gerüchte gestreut, sagte die Generalsekretärin. "Die ÖVP hat ein gutes Team, das sehr gut zusammenarbeitet." Das gelte sowohl für die Partei als auch für das Regierungsteam. Konkret zur Personalie Schramböck gab sich Tirols ÖVP-Landeshauptmann Günther Platter bedeckt. Er habe die Medienberichte auch gelesen, aber ihm sei "diesbezüglich nichts bekannt", sagte er im Rahmen einer Pressekonferenz am Dienstag in Innsbruck. Die Tiroler Ministerin mache "eine engagierte Arbeit wie alle anderen Regierungsmitglieder", unterstrich der schwarze Landeshauptmann.