NÖ-Wahl: FPÖ-Landbauer ortet Duell mit Mikl-Leitner

Eine Woche vor der Wahl in Niederösterreich wird verbal scharf geschossen.
Autor: APA Politik, 22.01.2023 um 12:16 Uhr

Anspornt von aktuellen Umfrageergebnissen sieht sich FPÖ-Spitzenkandidat Udo Landbauer eine Woche vor der Landtagswahl in Niederösterreich in einem Duell mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP).

"Panikattacke einer abgehobenen Altpartei"

Es gehe "um ÖVP oder FPÖ", betonte der Landesparteichef der Freiheitlichen. Koalitionsspekulationen hinsichtlich Blau-Rot seien "reine Panikattacken und Nebelgranaten einer abgehobenen Altpartei", sagte er in Richtung ÖVP.

Asylchaos stoppen, Preisexplosion bekämpfen

Was nun zähle, sei "eine Koalition mit der Bevölkerung". Nur wer bereit sei, "das Asylchaos zu stoppen, die Korruption zu zerschlagen und die Preisexplosion zu bekämpfen, kann ein Partner sein". Dass die ÖVP nun kurz vor der Wahl Panik schiebe und um Macht, Posten und Einfluss bange, sei "völlig berechtigt". Die Volkspartei habe in den vergangenen fünf Jahren "das Vertrauen der Bevölkerung verspielt", der Wahltag werde zum "Zahltag für Mikl-Leitner".

Schreckgespenst Blau-Rote Koalition

Das Duell Blau-Rot gegen die Volkspartei wurde zuletzt immer wieder von der ÖVP ins Treffen geführt. Auch am Sonntag äußerte sich Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner in einer Aussendung in diese Richtung. Landbauer wolle Mikl-Leitner "entsorgen", SPÖ-Spitzenkandidat Franz Schnabl wolle sich mit den Freiheitlichen "zusammentun".

Ebner: "Herr Kickl, wir sind nicht im Krieg"

Gesondert wandte sich Ebner an FPÖ-Bundesparteichef Herbert Kickl, der die Landesgruppe der Blauen bei zahlreichen Wahlkampfauftritten unterstützt. "Für Herbert Kickl ist Niederösterreich nicht Heimatland, sondern Feindesland und das, obwohl er in Purkersdorf wohnt. Er will den Krieg nach Niederösterreich tragen - Herr Kickl, wir sind nicht im Krieg", sagte der Parteimanager. 

ÖVP liegt in Umfrage bei 37 Prozent

Unter der 40-Prozent-Marke rangiert die ÖVP in einer aktuellen OGM-Umfrage für den "Kurier". Diese sieht Mikl-Leitner und Co. bei 37 Prozent. Der FPÖ wird mit 26 Prozent das stärkste Ergebnis bei Landtagswahlen in Niederösterreich prognostiziert, die SPÖ würde auf 23 Prozent kommen und ein leichtes Minus einfahren (2018: 23,92 Prozent). NEOS kämen auf sieben, Grüne auf sechs Prozent.