Mückstein verspricht: Lockdown endet am 12. Dezember

Mit einem bestimmten Wert bei der Infektionsentwicklung wollte Mückstein (Grüne) dies nach dem Ministerrat nicht verknüpfen. 

Corona-Medikamente kommen

Auch an den offenen Schulen will die türkis-grüne Bundesregierung nicht rütteln. Beschlossen wurde in der Regierungssitzung die Bestellung neuer Corona-Medikamente von Pfizer und Merck. Sie sollen Anfang kommenden Jahres eintreffen.

Ein kleines bisschen Hoffnung

Mückstein unterstrich, dass der Lockdown für alle  notwendig geworden sei, um die Spitäler - speziell die Intensivstationen - und das Gesundheitspersonal zu entlasten. Die neueste Prognose der Experten "lässt ein kleines bisschen Hoffnung" zu.Einen Zielwert bei den Neuinfektionen, den man zur Aufhebung des Lockdowns erreichen müsse, wollte er allerdings nicht nennen. Er verwies aber darauf, dass laut Experten eine Kontaktreduktion um dreißig Prozent erreicht werden müsse, damit die Positivtestungen zurückgehen.

 

 Die Maßnahmen der letzten Tage zeigen Wirkung, die Dynamik der Infektionen dürfte sich leicht einbremsen.

Ungeimpfte bleiben im Lockdown

Klar sei, dass für Ungeimpfte die Einschränkungen auch nach den 20 Tagen weitergehen würden. "Meine Aufgabe als Gesundheitsminister ist es, dass die intensivmedizinische Versorgung aller Menschen in Österreich gesichert ist".

Mehr Tests und neue Medikamente

 Besserung bei den Testkapazitäten versprach er für die kommenden Wochen. Zudem habe man nun Medikamente bestellt, die sich derzeit in Zulassung befinden und die "sehr hoffnungsfroh stimmen". Dabei geht es um Molnupiravir von Merck & Co (MSD) und Paxlovid von Pfizer. Insgesamt sind im Budget 50 Mio. Euro für diese Beschaffungen vorgesehen. 

Behandlung am fünften Tag

Die Impfung könnten diese Medikamente nicht ersetzen, für chronisch Kranke und Risikopatienten seien sie aber sehr wichtig. Die Herausforderung dabei: PatientInnen früher ambulant zu behandeln. Die Präparate müssen nämlich zwischen dem dritten und fünften Tag eingenommen werden. Ins Spital kämen die Patienten aber meist erst am sechsten Tag.

Um die Impfquote zu erhöhen, kommt Unterstützung in Form von Impflotterien - nur die Regierung hält sich zurück.

Schulen bleiben offen

Familienministerin Susanne Raab (ÖVP) verteidigte das Offenhalten der Schulen als den "richtigen Weg". Man müsse langfristig auch auf die Psyche und das Wohlbefinden der Kinder achten. "Ich bin da auch zu 100 Prozent im Einklang mit dem Bildungsminister", stellte sie sich hinter ihren Parteikollegen Heinz Faßmann. Zudem gebe es Sicherheitsvorkehrungen, und man habe in den Schulen ein großartiges Testsystem aufgebaut und leiste damit einen Beitrag, das Infektionsgeschehen zu erkennen.

Fast 100.000 Impfungen an einem Tag

Raab und Mückstein riefen auch erneut zum Impfen auf. Am Dienstag (23.11) seien es 99.966 gewesen, davon rund 11.000 Erststiche. Dies sei "gut, aber nicht gut genug", deshalb denke man in Richtung Impfpflicht weiter. Mückstein verwies auf die nun startenden umfassenden Beratungen. Wichtig sei, "dass wir das in einem gesamtgesellschaftlichen Prozess besprechen".

 

Autor: APA Politik, 24.11.2021