Iran: Stummer Protest der WM-Spieler, Ausländer verhaftet

Im Iran sind laut Justiz bei regierungskritischen Protesten 40 Ausländer festgenommen worden. Die Protestwelle erreichte auch die Fußball-WM in Katar.
Autor: APA Politik, 22.11.2022 um 12:15 Uhr

 Im Iran kommt es seit Monaten zu Protesten, die vom Tod der 22-jährigen Mahsa Amini Mitte September in Polizeigewahrsam ausgelöst wurden. 

Regime in Bedrängnis

Die Kurdin war von der sogenannten Sittenpolizei festgenommen worden, weil sie unangemessen gekleidet gewesen sein soll. Inzwischen haben sich die Proteste zur größten Herausforderungen für die Führung des Landes seit 1979 ausgewachsen. Damals wurde im Zuge der Islamischen Revolution der Schah gestürzt, und die Islamischen Republik wurde ausgerufen.

Regierungsgegner kommen ins Gefängnis

Das staatliche Fernsehen berichtete jetzt unter Berufung auf das Justizministerium, 40 Ausländer seien unter den Verhafteten. 

Botschaft aus Katar an Teheran

Die Protestwelle erreichte auch die Fußball-WM in Katar, wo die iranische Nationalmannschaft am Montag ihr erstes Gruppenspiel gegen England absolvierte. Während iranische Fans ihre Solidarität mit den Protesten ausdrückten, taten dies die Nationalspieler, indem sie beim Abspielen der iranischen Hymne still blieben.

Der iranische Staatssender unterbrach deswegen die Live-Übertragung bei der Hymne.