Herbert Kickl möchte Kirchenbeitrag aussetzen

FPÖ-Chef Herbert Kickl entdeckt die Nächstenliebe und fordert das Aussetzen des Kirchenbeitrags.
Autor: APA Politik, 14.08.2022 um 11:54 Uhr

FPÖ-Chef Herbert Kickl hat am Sonntag an Kardinal Christoph Schönborn appelliert, angesichts der extremen Teuerungswelle die Zahlungen der Kirchenbeiträge für unbestimmte Zeit aussetzen zu lassen. "Gerade als Kirchenoberhaupt sollte er ja wohl wissen, wie Armut und Existenzängste auf die Menschen wirken können - und bei vielen von ihnen zählt jeder Cent, den sie zur Verfügung haben oder eben nicht", meinte der FPÖ-Chef in einer Aussendung.

"Kleine Hilfe"

"Ein solcher Akt der christlichen Nächstenliebe wäre ein Zeichen für ein stärkeres Miteinander und eine kleine Hilfe in großer Not", so Kickl. Zwar könne man sich von den Beiträgen in bestimmten Situationen auch aktiv befreien lassen, älteren Menschen etwa falle dies allerdings sehr schwer. Kickl richtete den Appell aber nicht nur an das Oberhaupt der Römisch-katholischen Kirche in Österreich, sondern auch an den Bischof der Evangelischen Kirche, Michael Chalupka und an das Oberhaupt der Altkatholischen Kirche, Bischof Heinz Lederleitner.