Messe Wien: Größtes Notquartier jetzt in Betrieb

Bis zu 300 Geflüchtete pro Nacht werden in der Messe Wien bereits versorgt. Es könnten noch wesentlich mehr werden.
Autor: APA Politik, 23.03.2022 um 10:30 Uhr

Wo schon während der Corona-Pandemie ein Betreuungszentrum für infizierte Personen geschaffen worden war - in einer der großen Hallen - stehen jetzt wieder Notbetten in Reih und Glied bereit.  Kapazitäten sind noch vorhanden: Insgesamt verfügt die Messe Wien über 1.200 Plätze, wobei die Versorgung durch das Rote Kreuz erfolgt.

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Weitere Registrierungsstelle

In der Messe ist auch das Innenministerium präsent, das dort eine Registrierungsstelle für Flüchtlinge eingerichtet hat. Auch diese ist nun bereits in Betrieb. Damit gibt es zwei derartige Registrierungsstellen. Bei jener im Austria Center - die auch als Beratungszentrum des Fonds Soziales Wien fungiert - waren zuletzt bereits großer Andrang bzw. längere Wartezeiten verzeichnet worden.

Versorgung der Flüchtenden in Wien

Insgesamt sind in Wien somit drei größere Anlaufstellen für Betroffene in Betrieb. Mit der Messe verfügt die Stadt Wien über eine Gesamtkapazität von 3.200 Notquartierbetten an den verschiedenen Standorten. Bereits kurz nach Ausbruch des Krieges wurde in einer Sporthalle beim Happel-Stadion ein Ankunftszentrum eingerichtet. Dort werden Menschen versorgt, die neu aus der Ukraine eingetroffen sind - egal ob sie in Wien bzw. Österreich bleiben oder nur auf der Durchreise sind. Auch Notschlafstellen werden dort vermittelt.

Aufteilung auf die Bundesländer

Die Messe Wien könnte bald auch die Funktion eines Verteilzentrums erhalten. In Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen des Bundes könnte die Aufteilung der Betroffene auf die Bundesländer erfolgen. Gespräche dazu laufen, hieß es.