Fast 40.000 Asylanträge im Vorjahr

Die endgültige Asylbilanz 2021 liegt nunmehr vor. Die meisten Antragsteller kamen aus Syrien, Afghanistan - und Marokko. Die Ukraine spielte noch fast keine Rolle.
Autor: APA Politik, 12.04.2022 um 11:00 Uhr

Die Zahl der Asylanträge im Vorjahr ist gegenüber den vorläufigen Zahlen noch einmal angestiegen. Laut der nun veröffentlichten endgültigen Bilanz gab es 2021 immerhin 39.930 Ansuchen und damit ein Plus von 170 Prozent. Die Vorjahreszahlen sind die höchsten seit 2016, als mehr als 42.000 Anträge einliefen. Von 2015, dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle aus Syrien, mit mehr als 88.000 Ansuchen ist man jedoch weit entfernt.

12.000 Anträge genehmigt

Die Asylanträge waren auch 2021 stark männlich dominiert. Nur 2.700 Frauen, aber fast 25.300 Männer suchten um Asyl an. Der Rest sind Kinder und Jugendliche, 5.600 davon unbegleitet. 57 Prozent der Flüchtlinge insgesamt fallen in die Gruppe der 18-35-Jährigen. Gut 12.000 mal wurde voriges Jahr ein positiver Asylbescheid ausgestellt, rund 13.600 mal ein rechtskräftig negativer. Fast 4.300 Fälle erhielten einen positiven Bescheid subsidiären Schutz betreffend. Dazu kamen gut 3.100 humanitäre Aufenthaltstitel. Offene Verfahren gab es knapp 28.000.

Afghanen hatten schlechte Chancen

Entschieden wurden im Vorjahr rund 66.000 Fälle. Hauptherkunftsland war im Vorjahr Syrien mit fast 16.300 Anträgen deutlich vor Afghanistan mit über 8.700. Platz drei ging an Marokko mit mehr als 1.900 Anträgen. Aus dem nunmehrigen Kriegsland Ukraine kamen nur 91 Antragsteller. Von den antragsstarken Nationen haben die Syrer mit knapp 78 Prozent die besten Chancen auf Anerkennung. Zum Vergleich: Bei Afghanen sind es nur 26 Prozent, bei Marokkanern 0,2 Prozent.