Corona-Verharmloser demonstrierten wieder in Wien

Der Auftakt für die größte Aktion erfolgte am Hauptbahnhof. Von dort marschierten die Teilnehmer am frühen Nachmittag zum Resselpark, wo eine Kundgebung angesetzt war. Laut Polizei waren zu Beginn rund 1.000 Personen mit dabei.

Mobilisierung in einschlägigen Online-Foren

In den einschlägigen Online-Foren ist seit Tagen für eine "Megademo" mobilisiert worden. Aber auch Neonazi Gottfried Küssel und Identitären-Chef Martin Sellner rührten die Werbetrommel für die Demonstration. Angemeldet wurden sogar mehrere Kundgebungen mit Covid-Bezug, etwa mit dem Titel "Nein zur Impfung mit Zwang oder Druck". Zwei der Veranstaltungen wurden jedoch untersagt.

Wieder „Kurz muss weg“-Rufe

Der Protestzug vom Hauptbahnhof zur Karlskirche bot das inzwischen gewohnte Bild: Transparente, T-Shirts und Aufkleber mit Slogans wie "Impfen? Sicher nicht!", "Leider nur gesund", "Hände weg von unseren Kindern!" oder "Schluss mit Test- und Impfzwang" waren zu sehen. Vereinzelt waren auch wieder Personen mit einem gelben Stern mit der Aufschrift “ungeimpft“ zu sehen. Trommeln und Trillerpfeifen sorgten für akustische Begleitung. Meistskandierter Slogan bei der Demo war einmal mehr "Kurz muss weg". Zwischenfälle wurden vorerst nicht gemeldet, wie die Polizei auf APA-Anfrage mitteilte. Auch am Ballhausplatz vor dem Bundeskanzleramt wurde heute demonstriert. Zur Standkundgebung dort sind laut Exekutive rund 500 Maßnahmen-Kritiker erschienen.

Autor: APA Politik, 11.09.2021