Sorgen-Ranking: Wovor haben die Österreicher am meisten Angst?

Teuerung, Klimakrise und die Corona-Pandemie bereiten der heimischen Bevölkerung Unbehagen.
Autor: APA Chronik, 22.09.2022 um 10:29 Uhr

Die Klimakrise wird von einer deutlichen Mehrheit in Österreich als echte Bedrohung angesehen, andere Krisen machen derzeit aber noch mehr Angst: Rund neun von zehn Befragten sorgen sich wegen steigender Energie- und Nahrungsmittelpreise. 77 Prozent fürchten einen Anstieg der Armut im Land, berichtete Global 2000.

Das „Sorgen-Ranking“ Österreichs

Die Umweltschützer präsentierten am Vortag eines weiteren weltweiten Klimastreiks an diesem Freitag die Ergebnisse einer Umfrage (Ideale Barometer). Im "Sorgenranking" rangierte das Klima dabei hinter Ängsten um die wirtschaftliche Situation, die gesellschaftliche Stimmung und das politische Klima, hieß es in einer Pressekonferenz in Wien. Diese Themen bereiten demnach rund 70 Prozent Sorgen. Die Corona-Pandemie bereitet laut Umfrage derzeit übrigens 30,5 Prozent der Befragten Sorgen. Wegen Kriminalität sorgen sich 55,9 Prozent.

Angst vor Armut verdrängt Klimapanik

Umwelt- und Klimaschutz sei für 83 Prozent der Bevölkerung zwar wichtig, im Alltag hätten derzeit jedoch andere Themen mehr Relevanz: die Energiepreise und Angst, dass man selbst oder jemand aus dem Umfeld armutsgefährdet wird. 81 Prozent sind aber weiter überzeugt, "dass wir unseren Planeten zerstören" und 77 Prozent denken, "dass man jetzt handeln muss, da es ansonsten zu spät ist". Dass die Klimakrise nur durch eine weltweite Anstrengung aufgehalten werden kann, sehen 86 Prozent so. Gerade einmal ein knappes Viertel sei aber der Meinung, dass in Österreich schon genug getan wird. Knapp die Hälfte zeigte aber nur eine "moderate Bereitschaft", sich künftig einzuschränken. Ein Viertel signalisierte, zu größeren Einschränkungen bereit zu sein.