Weltpremiere Hyundai i30

Warum Hyundai in Europa erfolgreich ist? Nun, während manche andere Hersteller aus Asien, Autos für die „Welt“ bauen und damit zum Teil am europäischen Geschmack vorbei fahren, versuchen die Koreaner unsere Vorlieben zu treffen. Der neue Hyundai i30 wird deshalb nicht nur in Europa gebaut, sondern auch das Design ist europäisch. Das hängt unter anderem damit zusammen, dass der Chefdesigner Peter Schreyer aus Deutschland kommt. Übrigens aus Bad Reichenhall, an der österreichischen Grenze. Der i30 ist allerdings kein Auto, das einem mit kuriosem Design ins Gesicht fährt, sondern eines das optisch sicher nicht polarisiert und gleichzeitig extrem gefällig daher kommt. Ja, auch ein Golf geht den gleichen Weg und das mit Erfolg. Der Hyundai zeigt übrigens ein neues Markengesicht. Durch den Hexagonalgrill, Herr Schreyer nennt das „Cascading Grill“ erhält das Auto einen völlig neuen Look. Um nicht nur äußerlich zu punkten, haben die Entwickler den i30 auch nicht irgendwo in Südkorea abgestimmt, sondern den Kompakten tausende Kilometer über den Nürburgring geprügelt. Nein, der Koreaner ist kein Rennwagen, aber das Fahrwerk wurde eben auch europäisch abgestimmt. Das zeigen auch die relativ großen Bremsscheiben und stabilen Doppelquerlenker.

Raum. Der Kofferraum bietet ein Volumen von 395 bis 1.301 Liter. Die Platzverhältnisse sind vorne sehr gut und auch die hinteren Ränge bieten viel Platz. Nur äußerst groß gewachsene Zeitgenossen könnten auf dem Rücksitz mit dem Köpfchen dem Dachhimmel nahe kommen.

Die Motoren. Seine Premiere feiert der neu entwickelte 1,4 Liter Turbo-GDI Motor mit 140 PS im i30. Dieser ist 14 Kilogramm leichter als das Vorgängertriebwerk. Auch der i30 selbst hat übrigens um 28 Kilo abgespeckt. Zusätzlich gibt es den 1,0-Liter-T-GDI-Dreizylinder-Turbomotor mit 120 PS oder dem 1,4-Liter-MPI-Vierzylinder mit 100 PS und einem Dieselmotor (1,6-Liter- Vierzylinder-Turbodiesel in drei Leistungsstufen mit 95, 110 und 136 PS). Geschaltet wird 6-Gang-Schaltgetriebe (6MT) oder 7-Gang- Doppelkupplungsgetriebe (7DCT). Innen. Eh klar, auch das Cockpit wirkt europäisch. Sehr aufgeräumt, ohne Knöpfchenorgie und in der Mitte residiert ein 8-Zoll-Touchscreen. Die verwendeten Materialien wirken durchaus hochwertig. Man will ja kein Billigproduzent mehr sein – also gibt es nix zu meckern. Lustig ist sicher die Möglichkeit sein Smartphone ohne Kabel zu laden - also „Wireless Charging“.

Sicherheit. Auch die Sicherheitsassistenten sind für das Jahr 2017 gerüstet. Autonomer Notbremsassistent mit Kollisionswarner, Abstandsregeltempomat, Toter-Winkel-Assistent, Ru?ckfahr- Querverkehrswarner, Spurhalteassistent, Geschwindigkeitsbegrenzer und Fernlicht- assistent sind an Bord. Zudem ganz neu, eine Mu?digkeitserkennung (Driver Attention Alert). Laut Hyundai ist die Zielgruppe „Jeder“! Na klar, das hätten alle Autoverkäufer gerne, aber damit will man eben zum Ausdruck bringen, dass der Hyundai i30 ein Auto mit viel Platz bei gleichzeitig kompakten Ausmaßen ist, welches für Familie, Opa, Oma und den Führerscheinneuling passen könnte – Kompaktklasse eben. Was auch immer beim Käufer zieht, sind die 5 Jahre Garantie ohne Kilometerbegrenzung. So was gibt man nicht mit auf den Weg, wenn man sich nicht einigermaßen seiner Sache sicher ist! Das wichtigste fehlt aber noch: die ersten Tests werden zeigen, ob sich Nürburgring und Co. ausgezahlt haben.

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Author: Werner Christl , 13.12.2016