Gut kombiniert: Toyota Auris Touring Sports 1,6 D-4D Active

Sportlich und eine Spur aggressiver – so das neue Design des Japaners. Die Front wird von zwei Chromspangen dominiert, die sich über die ­gesamte Fahrzeugbreite erstrecken und in LED-Scheinwerfern münden. Stand da vielleicht ein Lexus Pate? Im Profil fallen die längeren Überhänge auf, die für mehr Ausgewogenheit sorgen. Die untere Heckhälfte schaut jetzt auch ganz anders aus: wuchtiger und mit tief heruntergezogenen Stoßfängern präsentiert sich der neue Hintern. Serienmäßig ist der Auris Touring Sports mit 16 Zoll Leichtmetallfelgen, einem Multifunktionslenkrad sowie beheizbaren Außenspiegeln bestückt.

Der Innenraum

Was erwartet uns nach dem Einsteigen? Ein kleines Facelift. Die Oberflächen und Bezugsstoffe wirken etwas hochwertiger, das Cockpit – die Anzeigen – insgesamt sportlicher. Die Sitze sind angenehm, das Lenkrad liegt gut in der Hand. Der sieben Zoll große Touchscreen ist mittig platziert und ähnlich einfach wie ein Tablet zu bedienen. Nachdem die Temperaturen morgens doch schon leicht frostig sind, suchen wir leider vergeblich nach der Sitz­heizung. Die sollte bei einem Listenpreis ab EUR 24.860,– schon vorhanden sein. Was hat der Japaner sonst noch zu bieten? Unser Testauto war mit dem Skyview Panoramadach (elektrisches Innenrollo inklusive) ausgestattet. Und das ist wirklich mehr als gelungen. Vor allem die rückwärtigen Passagiere genießen die volle Lichtdurchflutung. Mit 4,6 Meter Länge 1,8 Meter Breite und knapp 1,5 Meter Höhe sind die Abmessungen kompakt. Und auch als „Packesel“ macht der Toyota Auris Touring Sports eine gute Figur. 530 Liter Gepäckraumvolumen im Normalzustand, mit umgeklappten Rücksitzen steigt der Stauraum sogar auf bis zu 1.580 Liter. Auch nicht schlecht: die Laderaumlänge mit fast 1,7 Meter. Was uns noch ­gefällt: die Bronze-Metallic-Lackierung.

Motor und Fahreindruck

Auch Toyota setzt auf Downsizing. Der Zweiliter-Turbodiesel ist Geschichte, unser Test-Auris schöpft seine Kraft aus einem 1,6-Liter-Selbstzünder mit 112 PS. Der neue 1,6 D-4D Turbo-Diesel stammt übrigens aus dem BMW Werk Steyr. Geschaltet wird manuell, sechs Gänge stehen zur Wahl. Das Fahrwerk ist gut abgestimmt, die Schaltwege kurz, das Handling wurde durchwegs verbessert. Neben dem typischen Diesel-Sound gestaltet sich die Fahrt angenehm und ­leise. Und Schluckspecht ist dieser Toyota auch keiner. Im Praxis-Test begnügte sich unser Kombi mit durchschnittlich 5,5 Liter Diesel.

Nette Helferleins

Serienmäßig fahren etwa ABS, Fahrzeugstabilitätskontrolle, elektrische Bremskraftverteilung, Berganfahrhilfe, Traktionskontrolle, Notbremssignal und eine Rückfahrkamera mit. Unser ­Testauto im Wert von ­EUR 28.332,– verfügte ­neben der Metallic-Lackierung über einen Tempomat mit Geschwindigkeitsbegrenzer, Touch2 & Go Navigationssystem sowie das Look-Paket (Bi-LED-Scheinwerfer mit automatischer Leuchtweitenregulierung, Panoramadach und abgedunkelte Scheiben hinten). Fazit: Der einst doch eher etwas unscheinbare Kombi von ­Toyota kann auch anders: Dank neuer Linienführung kommt der Japaner jetzt doch um einiges sportlicher rüber. Mit seinen kompakten Maßen sollten Standard-Parklücken kein Problem sein. Und dass Down­sizing auch tatsächlich klappen kann, beweist der neue 1,6 D-4D Diesel.

Technische Daten

Motorisierung: 4-Zylinder-Dieselmotor

Leistung: 112 PS

Getriebe: 6-Gang-Schaltgetriebe

Hubraum: 1.598 cm3

Leergewicht: 1.450 Kilogramm

Höchstgeschwindigkeit: 195 km/h

Preis: ab EUR 24.860,–

Autor: Andreea Iosa , 04.11.2015