Werners Auto-Blog: Frauen sagen, wo es langgeht!

In unseren Testautos gibt es immer öfter Sprachassistenten. Wobei „Sprachassistentinnen“ eher richtig wäre. In der Regel haben die „Assis“ fast ausnahmslos weibliche Namen. Da hätten wir die liebe Laura bei Skoda, Frau Mercedes von … eh klar oder die Alexa. Dann gibt es Cortana von Microsoft, Casey von Bosch und Siri ist meiner Meinung nach auch eine Frau.

Zusätzlich sind alle Systeme vom Werk aus mit einer weiblichen Stimme versehen. Aktiviert wird, indem man beispielsweise den Namen der Dame in Kombination mit okay, hey oder hallo spricht. Das wiederum hat während meines letzten Telefonats mit meiner Frau im Auto doch zu gewissen Unstimmigkeiten geführt. „Okay Laura“ wird dann mit „Wer ist Laura?“ quittiert. Laura antwortet dann auch noch mit: „Was kann ich für dich tun?“ So gesehen wäre ein Wechsel zu TomTom sinnvoll. „Hallo TomTom“ ist unverfänglicher – antworten würde aber auch eine Dame.

Wieso sind diese Systeme so frauendominiert? Ich denke, wir Männer brauchen ohnehin eine Frau an der Seite, die uns sagt, wo es langgeht. Zudem hören wir Männer angeblich nicht zu und gehen Gesprächen aus dem Weg. Was im Falle eines Sprachassistenten kontraproduktiv ist. Allerdings: Wenn die Spracherkennung wieder einmal völlig daneben agiert bzw. zu dumm ist, mich mit dem Navi an eine Adresse zu lotsen, dann wünsche ich mir einen Mann als Sprachassistent. Dem würde ich dann in solchen Situationen so richtig eine reinhauen …

Autos sind seine Leidenschaft. Diese hat Werner Christl, der studierter Pädagoge ist, zu seinem Beruf gemacht. In seinen Betrachtungen und Kommentaren widmet sich der langjährige Motor-Ressortleiter des Weekend Magazins den täglichen Herausforderungen im Leben eines Autofahrers.

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Autor: Werner Christl , 13.07.2020