Skoda Vision E: Der erste Tsch“E“che

Es wird das erste rein elektrisch betriebene Auto von Skoda sein – und es soll Maßstäbe setzen. Dafür sollen die Kürzeln MEB verantwortlich sein. MEB steht für „Modularer Elektrifizierungsbaukasten“. Ein Baukasten dank dem die Fahrzeuge außen kompakt bleiben, innen aber mehr Platz bieten sollen. In Skoda-Maßstäben bedeutet das: Außen ein Octavia, innen ein Superb. Eben jener Superb der in Sachen Innenraum seine Konkurrenten um Längen schlägt. Ebenfalls neue Maßstäbe setzen die Tschechen beim Antrieb, die Vision E soll eine Systemleistung von 306 PS abrufen können. Interessanterweise riegelt Skoda bei 180km/h ab. Die Reichweitenthematik bleibt dabei etwas vage, je nach Bemessungsgrundlage soll sie zwischen 400 und 500 Kilometern liegen.

Kristallpalast mit Loungegestühl

Vage auch noch der Preis – kein Wunder es handelt sich ja noch um eine Studie. Dieser würde mit aktuell so um die 50.000 Euro veranschlagt sein. Zu teuer für einen Skoda? Mag sein, doch ist anzunehmen, dass mit der Vision E ein technologisches Probierfeld betreten wird, dessen Erkenntnisse sich auch in kleineren, günstigeren Fahrzeugen umsetzen lassen. Bis 2020 sieht die EU schließlich empfindliche Strafen vor, wenn die Emissionswerte der Flotte, also aller Modelle, unter 95gCO2/100km liegen müssen. Ein reines E-Mobil mit null Emissionen senkt da den Wert der gesamten Flotte natürlich enorm. Doch bis dahin wird die Vision E eben – nomen est omen – eine Vision bleiben. Hoffentlich Realität sollen die drehbaren Sitze werden, ebenso die Glaskristallelemente, die an tschechische Glashandwerkskunst – Strichwort Gablonz – erinnern soll.

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Autor: Jürgen Philipp , 30.06.2017