Werners Auto-Blog: Und was tankt Ihrer so?

Allerdings nicht nur, weil das jeweilge Auto von Natur aus wie ein Kamel nach einer Wüstendurchquerung schlürfte, sondern wir den rechten Gasfuß oft wie einen Betonklotz und nicht das Hirn verwendet haben.

Wir hatten riesige V8-Monster, die wir mit acht Liter bewegten, aber beim sinnlosen Tritt aufs Pedal bei 20 Liter lagen. Wir hatten Hybride, die in der Stadt mit vier Liter fuhren und auf der Autobahn neun schluckten. Wer ein E-Auto Vollgas auf den Großglockner jagt, benötigt ein Atomkraftwerk im Kofferraum. Und: Kleinwagen mit winzigem Hubraum, hochtourig gefahren, überraschten uns immer wieder mit sehr hohen Verbrauchswerten.

Was ich damit sagen will? Der Verbrauch ist stark vom rechten Fuß und dem daran hängenden Fahrer sowie den gefahrenen Strecken abhängig. Man glaubt kaum, wie viel man im Stadtverkehr alleine durch vorausschauendes Fahren sowie durch Einsatz der Motorbremse sparen kann. "Echte" Verbrauchswerte gibt es nicht. Es hängt zu sehr vom Fahrer ab. Auch vom neuen Messverfahren darf man sich keine Wunder erwarten. Die Wunder finden wir dort nicht, wo ein nervöser Gasfuß, die schluckende Klimaanlage, der Berg und andere Spritvernichter werken.

Autos sind seine Leidenschaft. Diese hat Werner Christl, der studierter Pädagoge ist, zu seinem Beruf gemacht. In seinen Betrachtungen und Kommentaren widmet sich der langjährige Motor-Ressortleiter des Weekend Magazins den täglichen Herausforderungen im Leben eines Autofahrers.

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Author: Ute Daniela Rossbacher , 23.09.2019