On the rocks! Der VW Amarok Dark Label

Es war einmal der Kübelwagen, und auch der Synchrobus ist uns noch im Gedächtnis. Und trotzdem, wer an Hardcore-Allradtechnik denkt, denkt nicht automatisch an Volkswagen. Dabei steckt gerade bei Volkswagen der Allrad in der DNA. Jüngster Spross der harten Kraxelabteilung: der Amarok "Dark Label". Ein VW, wie ihn wohl keiner erwartet hat. Groß, mächtig und optisch ein kräftiger Auftritt! Der Amarok ist ja schon in den zivileren Varianten nichts für Schüchterne. In der "Dark Label"-Version mutiert er allerdings zum bereiften Hulk. Er ist ein echter Geländewagen, der anpackt und nicht vorm Kaffeehaus parkt. Optik, Fahrwerk und Attitüde schreien förmlich nach Action und Abenteuer. Das war auch schon beim Kübelwagen und dem Synchrobus so und findet im VW Amarok "Dark Label" eine Fortsetzung.

Länger, höher, breiter

Der Amarok ist im Geiste ein Amerikaner. Nie war ein deutscher Pick-up länger, höher und breiter. VW will den Amis scheinbar zeigen, wo beim Wirtschaftswunder Deutschland der Hammer hängt. Die Highlights des "Dark Label"-Pakets sind definitiv die anthrazitfarbene und UV-beständige Laderaumbeschichtung und die in mattschwarz gehaltenen 18 Zöller. Außen also ein martialischer Auftritt mit Matt-schwarzen Applikationen und innen Komfort wie im PKW. Man sitzt auf schwarzem Alcantara und hält ein Multiufunktionslenkrad in Händen. Temperiert wird man per Klima-Automatik und natürlich gibt es Orientierungshilfe via Navi. Alles sehr Pkw’esk und robust verarbeitet. Da scheppert selbst im harten Gelände nichts. Macht ihn das automatisch zum Softie? Wohl kaum! Hier steckt Allradtechnik unter dem Blech, die sobald nichts stoppen kann. Beim "Dark Label" stehen alle Antriebsvarianten zur Verfügung. Man hat die Wahl zwischen einem 140 und einem 180 PS Aggregat.

Einziger Pick-up mit acht Gängen

Der Stärkere der beiden ist ein Ärmel von einem Motor. 420 Newtonmeter sind auch auf der Baustelle eine Ansage. Der Vorderwagen des Amarok basiert auf PKW-Technologie. Und so fährt er sich auch, sehr gute Manieren auf Asphalt und ausgeprägtes Talent im Gelände. An der Hinterachse werkt eine Starrachse. Das klingt zwar vorerst ein wenig rustikal, ist aber in einem Pick-Up nicht weiter ungewöhnlich. Selbst bei hohen Geschwindigkeiten ist von ihr weder ein Trampeln oder ein Stampfen zu vernehmen. Getriebeseitig kann man selbst in sechs Gängen rühren oder sich durch acht Gänge per DSG shiften lassen. Der Amarok ist der einzige Pick-up am Markt, der dieses Feature anbietet. Alle anderen laborieren noch an 6-Gang Automaten herum. Der Amarok "Dark Label" steht definitiv in der Allradtradition von Volkswagen und macht seinen Ahnen keine Schande.

Probefahrt mit VW:

www.volkswagen.at

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Autor: Ute Daniela Rossbacher , 14.01.2016