Jaguar F-Pace: Seine Lordschafts liebste Überlandpartie

Selbst eine Edelschmiede wie Jaguar kann sich den globalen Trends nicht verschließen und so war der F-Pace fast schon überfällig. Dass sich die Raubkatzen-Ingenieure so lange Zeit ließen, tat dem F-Pace sichtlich gut. Herrschaftlich wie eine englische Trutzburg steht er da, ohne dabei klobig zu wirken. Die Konzernverwandtschaft zu Land Rover ist äußerlich dabei nicht ersichtlich: Das hier ist ein waschechter Jaguar. Die Markenmanager waren aber clever genug, den F-Pace zwischen Land Rover Evoque und dem Flaggschiff Range Rover anzusiedeln, um sich nicht gegenseitig Marktanteile streitig zu machen. Apropos Land Rover: Auch der Jaguar scheut in den 4WD Varianten kein Gelände und ist damit vielen „Lifestyle-SUVs“ einiges voraus.

Autoschlüssel am Handgelenk

Ein wahres Kunststück gelang beim Kapitel Leichtbau. Mit „nur“ 1.665 Kilogramm in der Basisvariante ist der F-Pace in seiner Klasse fast schon ein Leichtgewicht. Abgespeckt wurde aber nicht bei der üppigen Innenausstattung. Die Highlights bilden ein komplett neues Entertainment-System samt 3D-Navi, sowie ein – möglicherweise schon bald nachgeahmtes – Zutrittssystem. Ganz im Trend der „Wearables“ hat Jaguar den „Activity Key“ entwickelt, eine Art Fitnessarmband mit dem man das SUV ver- und entriegeln kann.

Bis zu 380PS und in 5,5 Sekunden auf 100

Der „Schlüssel zum Erfolg“ könnten aber auch in der bärenstarken Motorenpalette liegen. Abgesehen vom Basisaggregat mit 180 Diesel-PS, sind nur mehr Motoren ab 300 Pferdestäken im Programm. Ein 3-Liter V6 Diesel mit 300, und zwei Benziner mit 340 bzw. 380 PS sind ab Verkaufsstart verfügbar. Letztere haben Vierradantrieb und Achtstufen-Automat serienmäßig an Bord. In der stärksten Version soll der Brite in 5,5 Sekunden auf die 100km/h Marke hechten – das hätte selbst William Lyons ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.

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Author: Jürgen Philipp , 01.02.2016