„E“-Type: Jaguar iPace

Mit dem legendären E-Type von 1961 hat der iPace so gar nichts am Hut und doch ist der Neue absolut und zu 100% auf „E-Linie“, schließlich ist es der erste Vollstromer von Jaguar. Wagen wir dennoch den Vergleich zwischen dem klassischen E-Type und dem iPace: 400PS Systemleistung, davon konnten E-Type Fahrer nur träumen, der stärkste E-Type brachte es gerade einmal 293 Pferdchen. Natürlich ist ein Vergleich mit Tesla hier deutlich vernünftiger. Was kann also der iPace besser als der Pionier aus Kalifornien? Nun, da wären einmal so schnöde Dinge wie die Langstreckentauglichkeit. Möglicherweise hat Tesla hier in Anbetracht anfänglich nur geringer Reichweiten noch nicht nachjustiert, aber der Tesla ist deutlich unbequemer als der Jag, und er klingt nicht so cool. Die Briten haben in ein echt feines Soundmodul investiert, das sich nach Belieben justieren lässt. Lust auf absolute Stille oder doch seidiges 6-Zylinder Brabbeln? Liegt wohl an der Tagesverfassung des Fahrers.

Made in Austria

Die Reichweite – die Kardinalsfrage bei E-Autos – gibt Jaguar mit 480 Kilometern an. Das ist zwar ein klein wenig geringer als beim Tesla S-Model, doch die ersten Praxistests zeigen, dass die Reichweite der Raubkatze eindeutig realistischer angegeben wurde, schließlich wurde diese nach dem neuen Standard WLTP errechnet. Eine Beschleunigung von 4,8 Sekunden sollte möglich sein, auch hier ist man, je nach Type, mit Tesla auf Augenhöhe. Vorgelegt haben die Briten dank ihres Designers Ian Callum im Innenraum. Jaguar-typischer Luxus, feinste Materialien und perfekte Verarbeitung setzen Standards im E-Segment. Apropos Verarbeitung: Gebaut wird der iPace in Graz bei Magna – und die verstehen schließlich ihr Handwerk. Somit kommt zurück was zurück gehört, immerhin baute Ferdinand Porsche schon 1898 ein österreichisches Elektroauto.

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Autor: Jürgen Philipp , 09.09.2018