Das bedeutet die Reifenkennzahlen Ihres Autos

Was sagt die Reifenbezeichnung aus?

Damit Sie den richtigen Reifen aus der großen Auswahl für Ihren Wagen finden, stellen die Reifenhersteller genaue Informationen zu den einzelnen Reifenmodellen an den Seiten bereit. Was aber bedeuten diese Nummern und Ziffern im Einzelnen genau?

Bedeutung der Reifenkennzahlen

Dem Laien sagen die zahlreichen Buchstaben und Nummern an den Reifenflanken nichts aus. Doch hinter den Kennzahlen verbergen sich exakte Hinweise zu:

  • Abmessungen der Reifen
  • Reifenbauart
  • Belastbarkeit der Autoreifen
  • Höchstgeschwindigkeit eines Reifens

Dazu lässt sich der Verwendungszweck erkennen und die DOT-Nummer sagt aus, zu welchem Zeitpunkt der Reifen hergestellt wurde. Damit wird der Kauf von überalterten Autoreifen vermieden. Die Kennzeichnung der einzelnen Pkw-Reifen ist übrigens detailliert durch § 36 StVZO festgelegt.

Ein Reifencode bzw. eine Reifenbezeichnung kann wie folgt aussehen: 205/55/ R16, 225/55 R 16 95 W oder 205/55/ R16 90V.

Erste Kennzahl: die Reifenbreite

Im ersten und im letzten Beispiel legt die Zahl 205 die Breite eines Reifens fest. Das bedeutet in diesen Fällen, dass die Reifen eine Abmessung in der Breite von 205 mm bzw. im 2. Beispiel von 225 mm haben. Autofahrer können davon ausgehen, dass die tatsächlichen Werte geringfügig von den angegebenen Werkswerten abweichen können. Weitere Reifenverbreiterungen ergeben sich durch die Nutzung der jeweiligen Felgen. Je nach Wert und Reifenart lassen sich diese auf unterschiedliche oder nur bestimmte Felgen aufziehen. Der ADAC weist darauf hin, die angegebenen Werte und Einschränkungen auf den Reifen und in den Fahrzeugpapieren genau zu beachten.

Zweite Kennziffer: das Verhältnis zu Höhe und Breite eines Autoreifens

Die nächste Reifenkennziffer verrät dem Fahrer wie sich das Verhältnis von Höhe zu Breite zusammensetzt. Die Nummer 55 bedeutet daher, dass der Reifenquerschnitt eine Höhe von 55 Prozent zur Breite des Reifens hat. Je kleiner die Kennzahl, desto flacher der Reifen. Sportreifen zum Beispiel weisen in dieser Hinsicht Kennzahlen von unter 50 auf.

Buchstabe: Reifenbauweise

Zu der generellen Reifenbezeichnung gehört an 3. Stelle meist der Buchstabe R. Dieser steht für die radiale Bauweise des Reifens. Die Reifenbezeichnungen RF weist auf einen Runflat-Reifen hin. Autofahrer sollten wissen, dass grundsätzlich alle Reifen an einem Fahrzeug die gleiche Bauweise haben müssen.

Vierte Kennzahl: Felgendurchmesser

Integriert in die Reifenbezeichnung ist ferner der Durchmesser der Felgen. Die Maßeinheit der Felgen ist gewöhnlich Zoll angegeben. Dabei handelt es sich um den Reifeninnendurchmesser.

Fünfte Kennzahl: Lastenindex

Die Angabe des sogenannten Tragfähigkeitsindex gehört ebenfalls zur Reifenbezeichnung. Der LI-Wert oder Last-Index weist aus wie stark ein Autoreifen belastet werden darf. Dieser Wert gehört wie der Geschwindigkeitsindex zur Betriebserkennung. Der Lastenindex wird auf der Basis eines Reifendrucks von 2,5 bar berechnet. Demnach würde ein LI-Index von 96 mit 615 Kilo Gewicht je Reifen belastet werden. Des Weiteren hängt der Lastenindex vom Luftdruck und der Geschwindigkeit ab.

Letzter Buchstabe: Geschwindigkeitsindex

Der Speedindex ist ein weiterer Bestandteil der Reifenbezeichnung. Jeder Buchstabe steht für eine bestimmte Höchstgeschwindigkeit. Beispiele sind: L 120 km/h, P 150 km/h, R 170 km/h, S 180 km/h, U 200 km/h, V 240 km/h, W 270 km/h oder Y 300 km/h.

Autor: Weekend Online, 03.08.2021