Da geht die Post up!: VW Up! GTI

Seit 41 Jahren stehen diese drei Buchstaben bei VW für „Na Bumm“: GTI. Und es dauerte 41 Jahre, bis sich diese Kürzel auch in der kleinsten Baureihe – aktuell des Up! – durchsetzten. Mit 115PS hat der Rennzwerg fast exakt so viele Pferdestärken unter der Haube, wie der Urahn im Jahr 1975. Dabei ist der Up! sogar um 0,4 Sekunden schneller auf Hundert – also in 8,8. Bei knapp 200 km/h ist Schluss. All diese Kraft schöpft der Up! aus einem Einliter-Dreizylinder – Kraft braucht eben nicht unbedingt Platz. Natürlich wurde nicht nur unter der Haube ordentlich nachgebessert. Das Fahrwerk wurde um 15 Millimeter tiefer gelegt, ein Spoiler am Heck sorgt für Abtrieb, knackige Bremsen, exakte Lenkung, und ein Sechsgang-Schaltgetriebe wie es sich für einen Sportler gehört – alles wurde auf GTI optimiert. Besonders markant – und als Reminiszenz an den Ur-GTI zu verstehen, ist die rote Umrandung des Kühlergrills.

Neuer Golf GTI 8 soll in fünf Komma irgendwas auf Hundert sprinten

Auch innen wurde mit der Vergangenheit gespielt. Das Karo-Muster namens „Clark“ kommt Autohistorikern sofort bekannt vor – auch das gab es vor 41 Jahren schon einmal – und passt hervorragend zum Charakter des Leichtgewichtsathleten. Alles in allem ein echter GTI. Apropos GTI: Der Golf GTI in seiner achten Version wird voraussichtlich im Herbst 2019 anrollen. Viel ist noch nicht bekannt nur, dass VW leistungsmäßig an die Konkurrenten herankommen will, die teilweise über deutlich mehr PS verfügen. Und man will den Sprint auf 100 um eine Sekunde verkürzen, damit soll der Golf GTI 8 in fünf Komma irgendwas beschleunigen – ein hohes und auf jeden Fall verfolgenswertes Ziel.

Tags

Author: Jürgen Philipp , 23.11.2017