Beim Händler kaufen ist sicherer

Bezahlte Anzeige

Für den Neuwagenhandel war das vergangene Jahr das schlechteste seit 33 Jahren. Die Corona-Krise hat die Kfz-Industrie maßgeblich beeinflusst. Interessanterweise gilt dies nicht für den Gebrauchtwagenmarkt. Wie aber kauft man seinen Gebrauchten am besten, ohne dabei böse Überraschungen zu erleben. Ein Interview mit dem Obmann des oberösterreichischen Fahrzeughandels:

Hatte die Coronakrise auch Auswirkungen auf den Gebrauchtwagenhandel 2020?
Adolf Seifried: Im Gegensatz zum Neuwagenverkauf, wo die Zahlen sehr wohl nach unten gegangen sind, ist der Handel mit Gebrauchten bei den oberösterreichischen Händlern im Grunde stabil geblieben. Allerdings gibt es eine gewisse Verknappung an gebrauchten Fahrzeugen. Nachdem weniger Neuwagen gekauft werden, gibt es auch weniger Gebrauchte am Markt, die an den Händler verkauft werden.

Warum sollte man beim Händler kaufen?
Adolf Seifried: Da gibt es viele Gründe! Einer davon ist sicher die 12 Monate Gewährleistung, die der Händler gibt. Dadurch kann man vertrauen, dass nichts passiert. Es gibt sogar die Möglichkeit, die Gewährleistung von 12 auf bis zu 36 Monate zu verlängern. Wer einen Gebrauchten privat kauft, kann sich etwaige auftretende Reparaturen selber zahlen. Auch die Finanzierung ist ein Punkt. Die Händler sind Profis im Bereich der Finanzierung eines Autos. Ganz zu schweigen von Dienstleistungen wie Abschluss einer Versicherung. Derartiges kann ein Privater natürlich nicht bieten.

Adolf Seifried, Obmann OÖ Fahrzeughandel, WKOÖ | Credit: Cityfoto/Roland Pelzl

Autos werden im großen Stil im Internet angeboten. Wie geht man da am besten beim Kauf eines gebrauchten vor?
Adolf Seifried: Ja, die meisten Käufer kommen übers Internet. Wichtig ist bei der Suche im Internet, darauf zu achten, dass man Händler der näheren Umgebung in Betracht zieht. Ich halte nichts davon, als Linzer irgendwo in Niederösterreich ein Auto zu kaufen. Das macht den Kauf nur unnötig kompliziert für den Kunden. Beispielsweise kann ich ein in Linz gekauftes Auto problemlos auch für den Bezirk Urfahr-Umgebung in Linz anmelden. Transportkosten gibt es so ohnehin nicht. Und dann kommt noch die lokale Wertschöpfung dazu. Regional kaufen, heißt auch unsere Region wirtschaftlich zu unterstützen.

Kann man eigentlich Elektroautos auch schon als Gebrauchte kaufen?
Adolf Seifried: Natürlich! Derzeit kommen viele zurück und sind auch für Privatkunden sehr interessant. Vor allem als Zweitauto! Auch hier gilt es, beim Händler zu kaufen. Nur der kann einen Faktencheck durchführen. Die gut ausgebildeten Mitarbeiter in der Werkstatt sind im Bereich E-Auto heute sehr gut geschult.

Welche Fahrzeugklassen sind eigentlich als Gebrauchte derzeit besonders gefragt?
Hier zeigt sich das gleiche Bild wie bei den Neuwagen. Dementsprechend gefragt sind beispielsweise SUVs.

Tags

Autor: Bezahlte Anzeige, 16.02.2021