Werners Auto-Blog: Der Öl-Fake?

Der Rohölpreis liegt derzeit trotz Iran-Krise auf einem Niveau wie vor 15 Jahren! Nicht, dass ich mich jetzt aufrege, dass ich an der Zapfsäule schon länger kein Sauerstoffzelt wegen der dauernd steigenden Preise brauche. Irgendwie denke ich mit meinem diesbezüglich vielleicht etwas einfach gestrickten Hirn: "Da ist was faul!"

Kann es sein, dass Scheich & Co. bewusst den Ölpreis im Keller halten, um das Durch­starten der E-Autos zu verhindern? Logisch wäre es zumindest, denn wenn wir wieder Literpreise von 1,45 Euro oder höher hätten, wäre der Umstieg auf die Elektrischen um einiges reizvoller. Vor allem aber sind E-Autos für Erdölkonzerne ein Horror.

Man muss nicht mit einem "Verfolger" ausgestattet sein, um zu erkennen, das die Erdöllobby im Hintergrund wahrscheinlich ordentlich die Anti-Elektroauto-Stimmung anfeuert. Ja, das Elektroauto hat Nachteile – darüber muss man nicht diskutieren. Allerdings fragt man sich, woher immer wieder Social-­Media-Fakenews wie "Der Strom reicht nicht für E-Autos, die Batte­rien brennen immer und überall, Rohstoffe reichen nicht, die Batte­rien sind in einigen Jahren hinüber usw." so massiv daherkommen.

Wie gesagt, vielleicht denke ich da zu einfach gestrickt, aber es lohnt sich, zumindest darüber nachzudenken. Immerhin machen allein die zehn größten Erdölkonzerne pro Jahr 2.500.000.000.000 (2,5 Billionen!) Dollar Umsatz! Da könnte man schon glatt auf die Idee kommen, dass E-Autos gar nicht so toll sind …

Autos sind seine Leidenschaft. Diese hat Werner Christl, der studierter Pädagoge ist, zu seinem Beruf gemacht. In seinen Betrachtungen und Kommentaren widmet sich der langjährige Motor-Ressortleiter des Weekend Magazins den täglichen Herausforderungen im Leben eines Autofahrers.

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Autor: Ute Daniela Rossbacher , 03.02.2020