911 - mit dem neuen Porsche durch die Toskana

hrend sich so mancher Deutsche in Bibione wohlfühlt, tut dies der neue 911 eher auf Serpentinen in der Toskana. Auch der neue 911 zeigt, dass man den Sportwagen normal und ohne Stress über italienische Schlagloch-Landstraßen prügeln kann, ohne dabei sein Kreuz zu malträtieren. Auf Wunsch im Sport-Plus-Modus ein Kampfgerät und auf der anderen Seite im Normalmodus ein alltagstauglicher Sportler – typisch Porsche. Und: Ab sofort bietet der Deutsche als Weltpremiere einen Wetmodus für die nasse Fahrbahn. Dabei werden alle verfügbaren Systeme so weit verändert, dass das Hinterteil keine zu großen Wutausbrüche produziert. Auf trockener Fahrbahn muss man sich trotz 450 PS im Rücken schon ziemlich blöd anstellen, um die physikalische Grenze des Fahrens zu überschreiten. Der neue 911 fährt sich sogar ein ganzes Stück besser als sein Vorgänger, der ohnehin schon eine Bench­mark darstellte. Nein, das ist keine Lobhudelei – man hat einfach gut gearbeitet. Überhaupt ist es schwierig, Negatives zu finden, das nicht mit „zu kleiner Kofferraum“ oder „nur zwei echte Sitze“ zu tun hat. Seit dem Start des 911 im Jahr 1963 hat sich viel getan. Trotzdem ist man sich treu geblieben. Nicht nur optisch oder in Sachen Fahrspaß. Durch All­radantrieb kann man den 911er ganzjährig ohne Reue verwenden. Vorausgesetzt man hat das nötige Kleingeld.

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Autor: Lukas Steinberger-Weiß , 05.08.2020