Warum Weihnachten das Fest der Liebe ist

Das ist die Zeit der Gemeinsamkeit und des Innehaltens, um dem Wesentlichen sein Augenmerk zu schenken: Familie und Freunde. Weihnachten ist nur einmal im Jahr, deshalb sollten wir es umso mehr mit all unseren Sinnen genießen.
Autor: Friederike Ploechl, 24.11.2022 um 13:25 Uhr

Damit Heiligabend und die beiden nachfolgenden Weihnachtsfeier­tage wirklich besinnlich und so stressfrei wie möglich im Familienverband verbracht werden können, muss man wohl zuallererst einmal die meist übergroßen Erwartungen an diesen Anlass zurückdrehen, um nicht in die Stressfalle zu geraten und statt ­Freude und Fröhlichkeit eine Frust­lawine loszutreten. Zu kostbar sind die Stunden zu Weihnachten im Kreis unserer Lieben. Sie sind das, was am Ende des Tages bleibt, wenn wir zurückdenken. Schöne Erinnerungen überdauern die Zeit und stärken auch unsere Kinder und geben ihnen Sicherheit und Vertrauen für ihr weiteres Leben.

Leuchtende Kinderaugen. Eltern sollten daher die Vorfreude ihrer Kinder nicht trüben, sondern im Gegenteil, sich davon anstecken lassen. Selbst wenn noch so viel Trubel in den Geschäften und Verkehrsstau auf den Straßen herrscht – Familienweihnachten sind besonders wertvoll und daher heißt es, sie gut vorzubereiten, um sie auch ­richtig genießen zu können. Je jünger die Kinder sind, umso leichter lassen sie sich vom hellen Lichterglanz des strahlenden Christbaums verzaubern und die ­Kleinen freuen sich darüber, dass das Christkind da war. Solche Glücksmomente sollten wir uns nicht von Konsumrausch und Geschenkewahn zerstören lassen. 

Gute Planung. Mit rechtzeitigen Vorbereitungen hat man schon sehr viel dafür getan, um das große Fest so entspannt wie möglich feiern zu können. Nichts ist zermürbender, als wenige Tage oder gar Stunden vor dem großen Fest inmitten von Menschenmassen relativ uninspiriert durch Kaufhäuser und ­Fußgängerzonen zu hetzen, um ­„Last-minute-­Geschenke“ zu ergattern. Spontane Ideen können zwar manchmal auch richtig gut sein, aber wenn der Beschenkte spürt, dass man sich wirklich Gedanken darüber gemacht hat, was ihm Freude bereiten könnte, dann erfährt das Geschenk doch eine andere Qualität. Nicht nur der Heiligabend darf besinnlich sein, sondern auch die Wochen davor. Was wäre Weihnachten ohne Brauchtum und Traditionen? Sie lassen seit jeher ­Kinderaugen leuchten. Aber auch viele Erwachsene freuen sich jedes Jahr aufs Neue auf den Adventkalender, den Besuch am Weihnachtsmarkt mit Freunden oder auf das Christbaumschmücken. Der Advent dient zur Einstimmung auf das eigentliche Weihnachtsfest. Vieles an Bräuchen und Traditionen ist auch heute noch fester Bestandteil in der Vorweihnachtszeit. Kerzen und Tannenzweige sind elementare Symbole dafür. Nach christ­licher Auffassung brachte die Geburt Christi den Menschen Licht in das ­Dunkel. ­Diese Symbolik greift etwa der Adventkranz auf. Die immergrünen Tannenzweige symbolisieren das Leben, aber auch die Hoffnung. Egal, ob traditionell aus Tannenzweigen gebunden oder als cooles Designstück – je mehr Lichter entzündet werden, desto näher rückt der Heilige Abend. Nicht nur im Haus legen die Menschen Wert auf Weihnachtsdekoration, auch viele Gärten und Balkone werden beizeiten weihnachtlich und festlich geschmückt. Auch das gemeinsame Zubereiten von Weihnachtskeksen erfreut sich in diesen Tagen großer Beliebtheit. In vielen Familien werden die Rezepte streng gehütet und wie wertvolle Schmuckstücke an die nächste Generation weitergegeben. Die Adventsonntage bieten sich geradezu an für gemeinsame Aktivitäten und um Ausflüge mit den Liebsten zu unternehmen.

Du fehlst. In gar nicht so wenigen ­Familien wird an diesen Feiertagen auch besonders intensiv an Menschen gedacht, die bereits gestorben sind. Oft hilft es, wenn sämtliche Familienangehörige anlässlich der Weihnachtstage wieder einmal geschlossen beisammen sind und dieser gedenken, über gemeinsam Erlebtes sprechen und Erinnerungen austauschen. Es darf dann durchaus auch Fröhlichkeit zum Ausdruck kommen, da ja gerade geliebte Menschen sicher viele Momente mit uns im Leben geteilt haben, wo schöne und glückliche Erinnerungen überwiegen. Den schmerzlichen Verlust an diesen Tagen zu verdrängen oder zu übergehen, ist auf keinen Fall ratsam. Vielmehr hat es der geliebte Mensch verdient, einen besonderen Platz an ­diesen Tagen zu bekommen. Oft hilft es auch, am festlich geschmückten Weihnachtstisch ein Gedeck für den Verstorbenen mit auf dem Tisch anzurichten. Besonders stimmungsvoll kann es sein, wenn eine dem Verstorbenen gewidmete Kerze mit ihrem beruhigenden Lichtschein die Gedanken an denjenigen versinnbildlicht oder sein Gedenkplatz weihnachtlich geschmückt wird. Gedenken Sie Ihrem geliebten Menschen ganz besonders unter dem Weihnachtsbaum und erzählen Sie Anekdoten und Erlebnisse, die Ihnen spontan einfallen. Durchaus auch Erinnerungen, die Sie zum Lachen bringen. So verweilt er in einer anderen Form mitten unter Ihnen. Überlegen Sie vielleicht, was Ihrem ­verstorbenen geliebten Menschen besonders gefallen würde und lassen Sie Ihren Gefühlen freien Lauf!

Kostbare Erinnerungen. Letztendlich ist es eine ganz persönliche Entscheidung, wie man mit diesen Erinnerungen die Weihnachtsfeiertage verbringen möchte. Es muss auch möglich sein, all diese Traurigkeit, die an diesen Tagen auftreten kann, zuzulassen. Denn einen geliebten Menschen zu verlieren und mit dieser Trauer umgehen zu lernen, ist so individuell wie unsere DNA. Trauerarbeit ist wie eine Reise, bei der man sich manchmal verloren fühlt, aber irgendwann kommt man doch wieder bei sich daheim an. Trotz all der Traurigkeit dürfen wir an den kommenden Feiertagen auch wertvolle und schöne Momente erleben, glücklich sein und lachen, ohne uns dabei schlecht fühlen zu müssen. Auch das ist Weihnachten!
 

Unvergessen schön. Viele Menschen wollen ein bleibendes Andenken von ihren geliebten Verstorbenen immer bei sich tragen. In der österreichischen Edelsteinmanufaktur Mevisto, mit ­Firmensitz im oberösterreichischen Kirchham, lassen sich aus der Asche oder den Haaren von Verstorbenen personalisierte Saphire oder Rubine erzeugen. Lediglich 50 bis 100 Gramm Asche oder 10 Gramm Haare werden verarbeitet, um die nötigen Elemente zu ­extrahieren und daraus einen Edelstein machen zu können. Die Steine werden per Hand geschliffen und auf Wunsch von einem Juwelier gefasst. Jeder Edelstein ist so einzigartig, wie der Mensch einzigartig ist. Jahrelange Forschungen führten zu der beeindruckenden Qualität dieser Edelsteine und ihre wissenschaftliche Bestätigung macht diese einzigartigen Erinnerungsstücke gleich noch einmal so wertvoll. Daniela Reiter aus der Gründerfamilie von Mevisto erklärt sehr anschaulich, wie es zu dem Gründernamen gekommen ist: „Mevisto steht für ‚Metamorphose‘ (ME) und ‚sichtbar machen‘ (VISTO). Wir personalisieren diese Erinnerungen und machen sie dadurch greifbar.“ Grundsätzlich kann man zwischen drei Farben für den Erinnerungsstein (Naturton, Rotton oder Blauton) wählen, wobei der ­exakte Farbton nicht beeinflusst werden kann. Die Farbe, die der Edelstein aus Asche schlussendlich hat, hängt von der indivi­duellen Zusammensetzung des biogenen Ausgangsstoffes ab.

Forever and ever. Jeder Moment ist besonders und besondere Momente sind es wert, für die Ewigkeit erhalten zu bleiben. So kann man auch aus Haaren von Menschen, die man liebt, ein ganz besonderes Schmuckstück kreieren – zum Beispiel einen personalisierten Ehering, der auch für die nächsten Generationen viele Geschichten erzählen kann und Erinnerungen bewahrt. Für immer vereint, vom ersten bis zum letzten Schliff. Mit dem von Mevisto entwickelten und weltweit einzigen Verfahren ist es wie bereits erwähnt möglich, aus den Elementen, die in den Haaren oder in der Asche von Menschen oder Tieren enthalten sind, Saphire oder Rubine entstehen zu lassen. Im Unterschied zum herkömmlichen Erinnerungsdiamanten, wo nur ein einziges Element, nämlich Kohlenstoff extrahiert werden kann, sind in den personalisierten Edelsteinen von Mevisto zehn Elemente in der Edelsteinstruktur enthalten. Wissenschaftlich bestätigt ist nicht nur die Einbringung der Elemente in die Kristall­struktur, sondern auch die Einzigartigkeit jedes produzierten Edelsteins. Ein Erinnerungsstein ist eine wunderschöne Form, jemand Geliebten immer bei sich tragen zu können. Egal, ob im Ehering oder als Andenken an einen Verstorbenen ...