Wien und Umgebung: 6 tolle Ausflugs-Tipps für Ihren nächsten freien Tag

Das Rundumerlebnis

Weitblick über Wien: Er ist ein technisches Wunderkind der 1960er Jahre, mit seinen 252 Metern das höchste Wahrzeichen Österreichs und seit letztem Jahr wirkungsvoll runderneuert. Der Donauturm lockt jetzt wieder Groß und Klein in die Aufzüge. Die Auszeit vom Alltag verspricht eine atemberaubende Aussicht und macht Appetit auf ganz viel Wien. Apropos: Das Gastronomiekonzept zu ebener Erd und in luftiger Höhe wurde ebenfalls neu abgeschmeckt. Alle Infos zum Rundumerlebnis: www.donauturm.at

Wo das Wasser fällt

Eine Rundwanderung mit Schneeberg-Flair und einem gut 50 Meter hohen Wasserfall, der auch oberhalb des Absturzes durch einen schönen und wilden Klammverlauf fasziniert.

Von Losenheim mit der Schneeberg-Sesselbahn auf die „Putzwiese“, von dort die „Dürre Leiten“ Richtung Mamauwiese absteigen, dann den Sebastianbach folgend durch eine schöne Klamm zum Sebastian-Wasserfall. Unterhalb (nach der Sebastian-Hütte) gibt es noch einen zweiten spektakulären, aber schwierig einzusehenden Wasserfall.

Tipp: Auf der Putzwiese gibt es mit der Edelweiß-Hütte und dem Almreserlhaus zwei ganzjährig bewirtschaftete Berghütten und jede Menge Sonnenplatzerln.

Himmlisch romantisch

Zum Picknick mit Perspektivenwechsel laden die Wiesen der Wiener Weinhänge im 19. Bezirk. Nahe dem Landgut Cobenzl mit seinem Bauernhof bietet die idyllische Himmelwiese einen spektakulären Panoramablick über die Stadt. „Am Himmel“ ist nicht nur der perfekte Platz, um bei Sonnenuntergang romantische Stunden zu zweit zu genießen. Ein besonderes Highlight ist der Lebensbaumkreis – bei windigem Wetter ein optimaler Ort zum Drachen steigen lassen. Unbedingt auch bei der Sisi-Kapelle vorbeischauen.

Tipp: Mit dem 38a und einem kurzen Fußweg lässt sich die Himmelwiese auch öffentlich erreichen.

Wild und Wandern

Der Lainzer Tiergarten im Westen Wiens bietet ideale Ausflugsmöglichkeiten mit Kindern in jedem Alter. Mit den Kleinsten den Eingang Lainzer Tor wählen, dort können sie sich am Spielplatz austoben, Rehe bestaunen und auf dem Weg zur Hermesvilla Lauf- oder Fahrrad ausprobieren. Mit Kindern ab drei Jahren ist eine Wanderung vom St. Veiter Tor zum Wienblick (cirka 25 Minuten) ideal. Oben wartet eien atemberaubende Aussicht auf die ganze Stadt, eine große Wiese für ein Picknick und meist auch genug Wind, um den Drachen steigen zu lassen. Übersichtsplan und Entfernungen auf www.lainzer-tiergarten.at

Blick ins Innere

Durchhäuser, Innenhöfe, Pawlatschen: Stille Gässchen und begrünte Oasen bilden idyllische Paralleluniversen zur Großstadtgeschäftigkeit. In den Bürgerhäusern des 18. Jahrhunderts lag hinter prunkvollen Fassaden meist ein schlichter Hof, er bildete den Lebensmittelpunkt der Mieter. Der Begriff „Pawlatsche“ leitet sich vom tschechischen Wort „pavlac“ ab und steht für die Laubengänge, die die Wohnungen miteinander verbinden. Das seltener vorkommende Durchhaus diente dagegen der Abkürzung zwischen zwei Straßen. Routenvorschlag: www.wien.gv.at/spaziergang/innenhoefe/

Alles ist im Fluss

Auf rund 5 Kilometer Flusslänge – zwischen Tribuswinkel und Wienersdorf – ist die Schwechat in Traiskirchen völlig unreguliert. Eine flache, urwüchsige Aulandschaft rund um ein breites Schotterbett mit angenehm warmen Niedrigwasser. Das Abenteuer ist die Natur. Jedes Hochwasser verändert den Flusslauf, legt mächtige Bäume um und staut Schwemmholzbänke auf. Tiefstellen laden zum Baden ein, Sandbänke zum Sonnen, Flachstellen zum Stauen oder Sandbetten bauen.

Tipp: mit alten Sportschuhen einfach flussabwärts durch’s Wasser gehen!

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Autor: Andrea Schröder , 14.05.2020