Umbrüggler Alm nach Wiederaufbau eröffnet

Die ursprüngliche Heimat des sagenumwobenen Kasermandls ist die "Umbrüggler Alm" in Innsbruck. Die Alm wurde allerdings 1979 abgetragen. Nachdem zahlreiche Versuche der Neuerrichtung scheiterten, wurde der Wiederaufbau vom Innsbrucker Stadtsenat im Jahr 2013 beschlossen.

„Die Stadtgemeinde Innsbruck darf insgesamt fünf bewirtschaftete Almen ihr Eigen nennen. Neben der Arzler-, der Bodenstein- und der Höttinger Alm gehören auch die Möslalm inmitten des Karwendels und die Fronebenalm im Stubai dazu. Mit der Umbrüggler Alm (Anm. der Red.: als sechste Alm) entsteht ein moderner Bau, der das Thema Alm völlig neu interpretiert“, so Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer.

Mit dem Neubau der Umbrüggler Alm entstand ein modernes Ausflugsgasthaus das auf Ganzjahresbetrieb ausgelegt ist. In zwei Gaststuben mit Kamin stehen 100 Sitzplätze zur Verfügung. Neben einer Bar soll im Frühjahr dann eine teilweise überdachte Terrasse 80 Ausflüglern die Rast verschönern.

Die Alm wurde zum Teil in Holzbauweise errichtet. Das Dach und die Außenwände sind mit Lärchenschindeln gedeckt. Wände, Decken und Böden im Innenbereich sind mit Weißtanne verkleidet. Die Wand um den Kamin wurde mit Höttinger Breccie getäfelt. Auf die Verwendung von nachwachsenden Rohstoffen mit regionaler Herkunft wurde besonderen Wert gelegt.

Die Bewirtschaftung der Umbrüggler Alm übernimmt ab 28. November Sonja Schütz mit ihrem Lebensgefährten Tomas Raska. Die neue Pächterin wurde aus 44 Bewerbern ausgewählt.

Im November 2013 beschloss der Stadtsenat die Neuerrichtung der Alm nach den Plänen der Architekten Philip Lutz und Elmar Ludescher. Ein Jahr nach dem Spatenstich im Dezember 2014 und ein halbes Jahr nach der Firstfeier fand die Schlüsselübergabe der sechsten städtischen Alm statt. Das Projekt kostete 2,5 Millionen Euro.

Autor: Vanessa Grill, 27.11.2015