Top 10: Wertvollste Marken Österreichs

Zum bereits 17. Mal veröffentlicht das European Brand Institute (EBI) seine Österreichische Markenwertstudie. Die wertvollsten Brands wurden Anfang Juli von „Mister Marke" Gerhard Hrebicek, seines zeichens Präsident des European Brand Institute, in illustrer Runde vorgestellt. Seine Botschaft in Zeiten wie diesen: „Nachhaltige Marken tragen uns durch die Krise und werden gestärkt hervorgehen. Gerade jetzt unterstützen Investments in Marken die ´Post Covid-Recovery´, schaffen Wachstum und sichern Wohlstand."

Die Hitliste der Austro-Marken ist aktuell mehr als 34 Milliarden Euro wert. Auf die Top 3 vereinen sich rund allein rund 21 Milliarden Euro (Red Bull: 15,107 Milliarden Euro; Novomatic: 3,545 Milliarden Euro; Swarovski: 3,462 Milliarden Euro).

Premiere: Verbund holt Spitzenplatz

Erstmals mit im Spitzenranking dabei: der Verbund. Der Energiekonzern weist laut Analyse ein Wertwachstum von knapp 30 Prozent auf über 1, 1 Milliarden Euro auf. Ebenfalls im Kreis der Besten gelistet sind Spar (2,151 Milliarden Euro Markenwert), Erste Group (2,113 Milliarden), Raiffeisen Bankgruppe (2,061 Milliarden), OMV (1,478 Milliarden) und XXXLutz (1,012 Milliarden).

Erstmals wurde vom European Brand Institute auch der Beitrag der Marken gemeinschaftlicher Unternehmen und Organisationen zur nachhaltigen Entwicklung in Österreich auf Herz und Nieren geprüft. Die ÖBB punkten hier mit Bestplatzierungen in den erhobenen Kategorien Brand Leadership, Social Responsibility und Investment.

Experten über Marke und Mehrwert

Dass Corona & Co Markenwerte neu definieren ist für Christoph Schuh, Unternehmenssprecher Austrian Power Grid, ausgemachte Sache: „Gemeinwirtschaftliche und Sustainable Brands sind die Basis für Wirtschaft und Gesellschaft. Es sind starke Marken – resilient über Generationen.“ Dass starke Marken wichtig sieht, steht auch für Gerald Ganzger (Partner bei Lansky, Ganzger & Partner) außer Frage. Daher sei es wichtig, „die Marke rechtlich zu schützen und zu verteidigen."

Als Bollwerk in der Krise definiert Herbert Kovar (Managing Partner Tax, Deloitte Österreich) die Markenwelt. „Unternehmen mit starken Marken sind immuner gegen kurzfristige Cash-Flow-Ausfälle und damit krisenbeständiger. COVID ist quasi der Elch-Test für Marken und andere immaterielle Wirtschaftsgüter." Die öffentliche Hand sei seiner Meinung nach daher umso mehr gefordert, am Standort optimale Rahmenbedingungen für Marken und Patente zu schaffen.

Sophie Karmasin, Geschäftsführerin Karmasin Research Identity, sieht die Krise als Trendverstärker. „Die Digitalisierung ist im Alltag der Menschen und Unternehmen angekommen und nicht mehr wegzudenken, an eine nachhaltige, achtsame und entschleunigte Lebensweise hat man sich gerne gewöhnt. Wieviel Psychologie die Wirtschaft ausmacht, sieht man aktuell gerade eindrucksvoll.“

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Autor: Rudolf Grüner , 02.07.2020