Schutzmasken mit doppeltem Sinn

Die Caritas Kärnten reagiert auf die Maskenpflicht mit „stoff.werk.klagenfurt“ – dem einzigartigen Nähprojekt für Menschen in Kärnten. Hier werden Mund-Nasen-Schutzmasken auf Bestellung für Unternehmen gefertigt. Bereichs- und Projektleiterin Christina Staubmann: „Wir wollen mit den Masken nicht nur auf die aktuelle Nachfrage nach Masken reagieren, sondern auch Menschen in Beschäftigung bringen. Der Preis wird von der Bestellmenge abhängen, aber auch, ob uns Stoffe zur Verfügung gestellt werden oder wir diese zukaufen müssen.“

Doppelt geholfen

Jede Bestellung beim stoff.werk.klagenfurt kommt jedenfalls der Caritas zugute: Mit dem Erlös wird einerseits der Eigenbedarf in der Caritas an Masken mitfinanziert, andererseits werden Masken auch an armutsbetroffene Menschen verteilt, die sich derartige Masken nicht leisten können. Alle Details finden Sie auf www.caritas-kaernten.at.

Stoffspenden

Für die Produktion bittet die Caritas dringend um Stoffspenden. Ikea Klagenfurt hat schon eine große Menge zugesagt, wofür auch Caritasdirektor Ernst Sandriesser herzlich dankt. „Ich bitte auch andere Unternehmen, uns Stoffe zu spenden, lade aber natürlich auch private SpenderInnen ein, Stoffreste bei uns in der Sandwirtgasse 2 in Klagenfurt in einem bereit gestellten Behältnis abzugeben. Gerade jetzt kommt es darauf an, dass wir zusammenstehen.“

Wasch- und wiederverwendbar

Mit den bunten Masken kann jeder und jede selbst mithelfen, andere vor einer Infektion zu schützen und dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Sie sind wasch- und damit wiederverwendbar und leisten damit auch noch einen Beitrag zum Umweltschutz. Wer freiwillig mithelfen und mitnähen möchte, kann Mund-Nasen-Schutz-Masken direkt in der Caritas-Zentrale abgeben. Diese werden ebenso an armutsbetroffene Menschen, denen oft sogar das Geld dafür fehlt bzw. an MitarbeiterInnen in den Einrichtungen verteilt. Direktor Sandriesser appelliert daher an Freiwillige in ganz Kärnten, Masken zu nähen. „Schon jetzt ein herzliches Vergelt´s Gott an alle Näherinnen und Näher. Corona trifft uns alle. Gemeinsam schaffen wir den Weg aus der Krise!“

CHS Villach näht

Sein soziales Engagement stellt das CHS Villach selbst in Krisenzeiten wieder einmal unter Beweis. Das Coronavirus kann die LehrerInnen der zugehörigen Modeabteilung nicht davon abhalten, überdurchschnittlich aktiv zu sein. Für sie ist es eine Selbstverständlichkeit, dass man gerade jetzt zusammenhält, um auch für andere Menschen Positives zu schaffen. Deshalb fertigen sie für die Bildungsdirektion Kärnten und für das Land Kärnten spezielle Schutzmasken in Handarbeit, die im Sonderpädagogischen Dienst zum Einsatz kommen.

Lässige Designs

Die lustigen & lässigen Designs sollen Farbe in den Alltag jener Menschen bringen, die aktuell besonders viel leisten müssen. Dieses Projekt wurde sogar in den Osterferien weitergeführt. Große Unterstützung erhält das Mode-Team rund um Fachvorständin Barbara Stingl dabei auch vom Schulwart Robert Beck und von der CHS-Leiterin Petra Mayer, die tatkräftig bei der der Sonderproduktion mithelfen. „Es macht uns allen besonders viel Freude, mit unserer Aktion einiges für die Gesellschaft beizutragen“, so Direktorin Mayer.

Autor: Mirela Nowak-Karijasevic, 15.04.2020