Naturerlebnis „Waldmeister“

Wussten Sie, dass Salzburgs Wälder mehr als die Hälfte der gesamten Landesfläche einnehmen? Ob von Gämsen bevölkerte Stadtberge, unberührte Urwälder, Laub-Mischwald in niedrigen Lagen oder alpine Zirben und Lärchen – der Wald ist Lebensraum, Erholungsgebiet, Sportstätte und vieles mehr. Denn ebenso abwechslungsreich wie die Natur, sind auch die Freizeitangebote inmitten der Bäume.

Erlebniswandern

Ein dichtes Netz an Wander- und Radwegen durchzieht Salzburgs Forst und bietet schier endlose Möglichkeiten für Ausflüge und Entdeckungstouren. Wer sich nicht alleine aufmachen möchte, schließt sich Wanderführern, Waldpädagogen oder Nationalpark- Rangern an und begibt sich auf abwechslungsreiche Themenwege. So findet man auf der Schmittenhöhe in Zell am See beispielsweise den neuen Sagenwanderweg „Der mystische Wald“ und auf dem Lehrpfad „Kraft der Bäume“ in Wagrain werden auf einer Länge von drei Kilometern 32 heimische Bäume erklärt.

Träumen unter Bäumen

Allein oder mit Freunden in einem „Flying Tent“ zu übernachten, ist ein unvergessliches Abenteuer. Unweit vom Fuschlsee und dem Hintersee lädt die Mooseggalm zur Nacht im Hängemattenzelt ein – Almfrühstück inklusive. Wer lieber unter Tags „abhängt“, findet am Obertauern Hängematten für ein kurzes Mittagsschläfchen auf verschiedenen Almen und Plätzen.

Urwald erleben

Wirklich unberührte Wälder gibt es in Österreich nur ganz wenige. Zwei davon befinden sich in Salzburg: Im „Lammertaler Urwald“ in St. Martin am Tennengebirge wachsen im circa 10 ha großen Naturreservat die größten Bäume Österreichs. Hier kann man Tannen, Fichten, Buchen und Lärchen mit außergewöhnlichem Ausmaß in ursprünglicher Umgebung bestaunen. Beeindruckend ist der „Lammertaler Wächter“, eine rund 300 Jahre alte Tanne mit einer Höhe von sage und schreibe 48 Metern. Ebenfalls ein Naturerlebnis: Der Rauriser Urwald mit uralten Fichten und unzähligen Moorteichen sowie der „Wiegenwald der Zirben“ im hinteren Stubachtal von Uttendorf/ Weißsee. Wem der Aufstieg hier zu anstrengend ist, der kann mit der Gondel bis zur Rudolfshütte fahren und den Wald am Weg nach unten erkunden.

Waldkraft

Der Salzburger Lungau ist UNESCO-Biosphärenpark. Das bedeutet: Mehr Natur geht nicht. Über 60 Bergseen, idyllische Täler, glasklare Bäche und lichte Bergwälder bieten ein einmaliges Naturerlebnis. Die Lungauer pflegen einen engen Kontakt zur Natur und nehmen ihre Gäste gerne mit auf Achtsamkeitswanderungen, zum Waldbaden oder Kräutersammeln. Menschen, die vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen können, tanken hier Kraft.

Gämsen beobachten

Mitten in der Salzburger Altstadt leben auf dem Kapuzinerberg rund ein Dutzend Gämsen – eine weltweit einzigartige Besonderheit. Zwar trifft man die scheuen Wildtiere nur äußerst selten „persönlich“ an, eine kleine Stadtwanderung lohnt sich aber in jedem Fall.

Trails unter Strom

Mit Leichtigkeit über Wald, Wiesen, Stock und Stein düsen, als hätte man immer Rückenwind – mit E-Power lässt sich die Gegend entspannt erkunden. Das gilt übrigens für Groß und Klein: Im Saalachtal werden E-Bikes auch für Kinder zum Verleih angeboten. Für Marathonfahrer wartet in der Region Hochkönig mit der Königstour hingegen eine neue Herausforderung. Sie führt in vier Etappen über die Berge und verbindet die Orte Maria Alm, Dienten und Mühlbach. Das Beste: Das Gepäck muss man dank eines speziellen Lieferservices nicht selbst mitschleppen.

„Stecken Sharing“

Moderne Wanderstöcke in allen Ehren, aber zu einem echten Wandergesellen gehört ein ordentlicher Wanderstock. Zumindest wenn man in der Ferienregion Saalfelden-Leogang unterwegs ist. Hier werden geschnitzte Stöcke in verschiedenen Größen angeboten. Ganz nach dem Motto: nehmen, wandern, zurückbringen.

Autor: Simone Reitmeier , 05.06.2020